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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Fünf Stunden lang strebt Wotan nach mehr Macht

26.02.2011

OLDENBURG „Die Walküre“ von Richard Wagner ist eine Komposition von Superlativen: Großes, spätromantisches Symphonieorchester, eine gewaltige Spieldauer von fünf Stunden (deshalb der Beginn um 17 Uhr) und ein so dichter Inhalt, der nichts weniger beschreibt als den Weltentwurf an sich. „Die Walküre“ ist der zweite von vier Teilen aus „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner. Das Oldenburgische Staatstheater hebt die außergewöhnliche Oper auf die große Bühne des Fliegerhorstes.

„Die ganzen Superlative verstellen den Blick auf das eigentliche Kammerspiel“, erläutert Dramaturg Sebastian Hanusa: „Das Stück wird von vier Haupt- und zwei Nebenfiguren getragen. Von ihnen erfahren wir die ganze Geschichte.“ Und so inszeniert K.D. Schmidt, leitender Schauspielregisseur, „Die Walküre“ ohne Ausstattungsschlacht und Fantasiewelt, dafür heutig und nah an den Personen.

Im Mittelpunkt des ersten Aktes stehen Siegmund (Christian Voigt) und Sieglinde (Valérie Suty). Sie entdecken, dass sie Zwillinge sind und verbringen die Nacht gemeinsam. Eine höchst menschliche Liebesgeschichte nimmt ihren Lauf, deren göttliches Ausmaß erst im zweiten Akt sichtbar wird.

Wotan (Derrick Ballard/Peter Felix Bauer), oberster Gott, Erschaffer von Recht und Ordnung in der Welt, entblößt im Ehestreit mit Fricka (Zdravka Ambric) sein unersättliches Streben nach Macht. Denn Wotan ist kein geringerer als der Vater der Zwillinge, die er mit der Menschenfrau Brünnhilde (Rachael Tovey) nur aus einem Grund gezeugt hat: Damit Siegfried den goldenen Ring, den der Zwerg Alberich bewacht, für Wotan zurück erobert.

„Was die Götter umtreibt, sind zutiefst menschliche Konflikte“, erzählt Hanusa. Wagner habe den Mythos in die Moderne fortgeschrieben: „Genau da setzen wir an.“ Henrik Ahr hat für die Bühne in Halle 10 drei Wandelemente als Projektionsfläche entworfen, die Sieglindes Wohnstube ebenso formen wie einen luftleeren Raum auf Bergeshöhe.

Thomas Dorsch dirigiert das Staatsorchester, das mit 85 Musikern zum einen größer, zum anderen anders instrumentiert ist – etwa mit Basstrompete, Kontrabassposaune und Wagnertuben. „Die Blechbläser erzeugen die signifikante, tiefe Klangwelt des Nibelungenrings“, erläutert Hanusa: „Weich, melodiös und brillant.“

Zu den weiteren Solisten zählen Andrey Valiguras als Hunding sowie die Walküren Inga-Britt Andersson, Irina Wischnizkaja, Kammersängerin Marcia Parks, Linda Sommerhage, Sharon Starkmann, Annekatrin Kupke und Barbara Schmidt-Gaden.

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