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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Gedenkwand nicht diskreditieren

15.09.2020
Betrifft: „Winterreise macht hier doch Station`“ (NWZ vom 1. September)

So sehr das Engagement von Herrn Neidhardt für den Film „Winterreise“ und die Gedenktafel für die jüdische Familie Goldschmidt an deren ehemaligen Haus an der Gartenstraße 34 zu würdigen ist, so sehr ist seine abschätzige Kritik an der Gedenkwand an der Peterstraße für die während der Shoah ermordeten jüdischen Bürger*innen Oldenburgs zurückzuweisen. Wenn Neidhardt diesbezüglich von einer „Missachtung in der Aufarbeitung“ spricht, diskreditiert er damit nicht zuletzt die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg, die unter anderem in Gestalt ihrer ehemaligen Vorsitzenden Sara-Ruth Schumann jahrelang am „Arbeitskreis Erinnerung gestalten“ mitwirkte, der die Gedenkwand initiierte.

Neben der Jüdischen Gemeinde waren am Arbeitskreis der ehemalige Kulturdezernent Ekkard Seeber, die Geschichtsprofessorin Gunilla Budde von der Universität, der Bildhauer Udo Reimann, Vertreter der Evangelischen und Katholischen Kirche, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und engagierte Bürger*innen beteiligt. Herr Neidhardt und Herr Zahedi verweigerten ihre Teilnahme. Der Arbeitskreis orientierte sich am jüdischen Grundsatz „Lekol isch jäsch schem = Jeder Mensch hat einen Namen, um die Opfer dem drohenden Vergessen zu entreißen“. (...)

Das jetzt vorgeschlagene Konzept, alle aktuellen Eigentümer von Häusern, in denen jüdische Menschen bis 1940 lebten, aufzufordern, vor oder an ihren Gebäuden Erinnerungstafeln anzubringen, wurde von Mitgliedern des Arbeitskreises bereits 2013 als sinnvolle Ergänzung der Gedenkwand befürwortet.

Dr. Klaus Thörner, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, AG Oldenburg Oldenburg

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