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Aktualisiert vor 6 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Geständnisse eines Gastwirts

17.01.2015

Oldenburg Wie heißt es in der Ankündigung des Theater Laboratoriums zur Lesung von Irmin Burdekat so schön? „Der charmante Oldenburger Erfolgsgastronom packt aus. Freuen Sie sich auf einen kurzweiligen, ironisch witzigen und durchaus analytischen Lese- und Erzählabend, einen erfrischenden Cocktail mit flotten Sprüchen und viel gastronomischem Augenzwinkern.“ Nun, der Abend ist leider schon ausverkauft, aber Burdekats Buch funktioniert auch prima ohne Vorleser. Unter dem leicht provokanten Titel „Tisch 17 is’n Arsch!“ führt einer der erfolgreichsten Gastwirte Deutschlands mitten in sein buntes Leben.

Wer sich immer schon mal fragte: „Wie wurde ein Oldenburger zum Super-Gastronom mit diversen Ketten und hunderten von Mitarbeitern“, kann das hier aufs Unterhaltsamste verfolgen. Von Anfang an. Burdekat nimmt einen mit in seine Kindheit mit Grundig-Radio, Kohlenholen und elterlichem „Kornfach“ im Kühlschrank. Er erinnert sich an die angenehme Familienatmosphäre sobald sich Gäste ansagten und an damit verbundene erste Trinkgelder: „,Hol mal für Onkel Georg eine Schachtel HB’, war ein Wunsch meiner Eltern, dem ich besonders gern Folge leistete. Und das Beste: Ich bekam für solch einen Ausbruch in die nächtliche Freiheit auch noch 20 Pfennig geschenkt, damit ich mir am Kiosk eine Ladung Prickel-Pit leisten konnte. Das waren meine ersten Trinkgelder! So was prägt.“

Schon in der Schule in Wilhelmshaven, im Alter von gut 15 Jahren, heuert Burdekat als Page im Hotel Loheyde an, er steigt auf, gewinnt immer mehr Spaß am Umgang mit den Gästen, in den Schulferien jobbt er im „Miramar“ auf Norderney, mit all den verführerischen Seiten des Insellebens. Er ist fleißig und verfügt früh über überdurchschnittlich viel Geld. Das geht drauf für Platten, gute Klamotten und Mädels-Einladungen. Burdekat wird Dauergast auf der Insel, schafft sein Abi trotzdem – und verfolgt die Weiche, die er längst gestellt hat: Er wechselt nach Berlin, von dort nach Nürnberg ins Carlton. Es folgen sein schneller Aufstieg bei „Weinkrüger“ und die „Alex“-Gründung bis zum Café & Bar Celona und nun auch der Finca-Kette.

Burdekat ist Gastwirt mit echter Sonderbegabung, sein Selbstbewusstsein hat durch seine fabelhafte Karriere keinen Schaden genommen. Für eine gute Pointe haut er hier auch mal den Gast, dann wieder den Wirt in die Pfanne. Aber er gibt großartige Einblicke in eine für Gäste verborgene Welt, und er kann erzählen, und zwar so gut, so leicht und heiter, dass sich die Lektüre unbedingt lohnt.

Irmin Burdekat, Tisch 17 is’n Arsch! – Geständnisse eines Gastwirts, 288 S., zahlr. Fotos, 24,80 Euro, tpk-Verlag

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
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