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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Jazz-Fest: Gestrandet auf der Insel der Seligen

05.10.2016
Frage: Sie gelten als einer der schnellsten Gitarristen der Welt. Schon mal drüber nachgedacht, Ihre Finger versichern zu lassen?

Al di Meola: Doch, tatsächlich, und ich habe in München sogar einen Agenten gefunden, der mich versichern würde. Aber die Tage rasen dann doch so dahin.

Frage: Ihr aktuelles Programm heißt „Elysium & More“. Der Begriff stammt aus der griechischen Mythologie und symbolisiert die „Insel der Seligen“. Haben Sie diesen Ort persönlich gefunden?

Al di Meola: Ja! Ich habe die Frau meines Lebens kennengelernt (Anmerkung: die 28-jährige Deutsche Stephanie Kreis), bin nun verheiratet und stolzer Vater unserer jungen Tochter Ava. Wir können dabei ein Leben in Deutschland und den USA führen. Aber das vollkommene Glück zu finden, puh, das bleibt dennoch immer eine permanente Suche.

Frage: Wofür steht das „Mehr“ im Titel und was darf man live erwarten?

Al Di Meola: Neben den Elysium-Songs auf jeden Fall meine Bearbeitungen von Lennon & McCartney und Astor Piazolla, aber auch meine Lieblingssongs von meinen Alben „Elegant Gypsy“ oder „Kiss my Axe“.

Frage: Ob man sich Ihre alten oder neuen Stücke anhört – der Fokus liegt immer klar auf Latin, Rock, Jazz, Klassik. Ist das schlicht Ihr Erfolgsrezept?

Al di Meola: Nein, nein, das ist nur einfach in mir drin! Hoffentlich wird die Umsetzung nur auch besser mit der Zeit.

Frage: Sind Sie nicht neugierig darauf, Hip-Hop oder Dubstep oder halt mal andere moderne Stile in Ihr Werk zu integrieren?

Al Di Meola: Hm, ich bin schon offen für die Arbeit und Ideen anderer. Aber nicht alles hat mich bisher begeistert.

Frage: Zusammen mit Paco de Lucia und John McLaughlin waren Sie eine moderne Gitarren-Version der „Drei Tenöre“. Wie wichtig war und ist Ihnen das Projekt?

Al Di Meola: Es war ein äußerst wichtiger Beitrag zur gemeinsamen Interaktion von akustischen Gitarren. Und so wahnsinnig erfolgreich – bis heute wurde das Live-Album „Friday Night“ fast zehn Millionen Mal verkauft. Nur denkt John leider noch bis heute, dass ein Konzert ein Wettbewerb sei. Was bleibt und was zählt, ist die nahezu brüderliche Verbindung, die Paco und ich gefunden hatten.

Frage: Welche weiteren Momente Ihrer Karriere halten Sie für wegweisend?

Al Di Meola: Mein Duett auf „Elegant Gypsy“ mit Paco. Und dass ich Teil der Band „Return to Forever“ sein durfte.

Frage: Erinnern Sie sich noch an den Tag, an dem Chick Corea Sie anrief und einlud, um bei dieser Jazz-Fusion-Supergroup dabei zu sein?

Al Di Meola: Ich bin ja jetzt 62, war damals 19 Jahre jung – werde diese Szene aber nie vergessen, der Anruf hat ja mein Leben verändert! Ich wäre vielleicht nirgendwo oder ein Niemand, wenn es anders gewesen wäre und ein damaliger guter Kumpel zuvor nicht dieses verdammte Demo-Tape von mir abgegeben hätte!

Frage: „I’m praying, when I’m playing“ lautet ein bekanntes Zitat von Ihnen. Was bedeutet Musik für Sie?

Al Di Meola: Musik ist für mich in der Tat so viel. Zunächst eine Form von Meditation. Ich werde geradezu high davon, es ist eine wunderbare natürliche Droge. Musik ist die berühmte universale Religion, die vielleicht jeden anderen Glauben überflüssig macht.

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Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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