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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Geteilte Meinungen zum neuen Museum

02.02.2019
Betrifft: „Neue Heimat für die Stadtgeschichte“ (NWZ vom 25. Januar), „Vernichtendes Echo auf Museums-Pläne (NWZ vom 26. Januar) und „Entwurf für Stadtmuseum bekommt auch Lob“ (NWZ vom 28. Januar)

Hier möchte ich einmal Asterix und Obelix abgewandelt zitieren; „Ich glaube, die spinnen – diese Oldenburger“. Wer hat sich denn so einen Unsinn ausgedacht? Oldenburg benötigt nun wirklich nicht noch ein so monumentales Gebäude in der Innenstadt, wir haben bereits ausreichende Museen. Über eine Renovierung kann man ja nachdenken, aber nicht über diesen mehr als hässlichen Betonklotz. Die geplanten 17 Millionen Euro sollte die Stadt Oldenburg besser in den sozialen Wohnungsbau investieren, damit Kleinverdiener und Rentner auch eine Chance auf bezahlbaren Wohnraum hätten.

Auf das geplanten Monstrum kann Oldenburg gerne verzichten, auch wenn unser OB es für gut befindet. Über Geschmack lässt sich bekanntlich trefflich streiten, nur über sinnlose Verschwendung von Steuergeldern nicht.

Heiko Böhling
Oldenburg

... ein schöner Wind- und Sonnenschutz für die umliegenden Objekte, und Asbest wird man wohl finden als Grund für die Erhöhung der Kosten auf über 20 Millionen Euro.

Fritz Göllner
Oldenburg

Was an dem Entwurf für den Museums-Neubau schön sein soll, erschließt sich mir nicht.

Der wenig ideenreiche Klotz erinnert mich eher an den Hochbunker, der mal in der Nähe gestanden hat. Ich hätte mir gewünscht, dass man die eleganten Linien des Janssen-Museums hier weitergeführt hätte.

Werner Honkomp
Oldenburg

Sieht man den Siegerentwurf, so fragt man sich sofort, wie grausam müssen die anderen sein. Aber das ist nur die eine Seite. Auf der anderen Seite fragt man sich, wie will eine klamme Stadt, die immer wieder betont, dass keine freien Mittel zur Verfügung stehen und selbst kleine Vorhaben nicht finanzieren kann, ein solches Projekt stemmen.

Die Erfahrungen mit öffentlichen Bauprojekten in Stuttgart, Berlin, Hamburg usf. zeigt, dass die veranschlagten Summen um das Mehrfache steigen. Rechnet man statt der 17 Millionen Euro mal mindestens das Doppelte, so bewegt man sich zwischen 30 und 40 Millionen Euro. Zieht man davon die Beteiligung des Bundes von 8,5 Millionen Euro ab, so bleibt bei der Stadt 20 Millionen und mehr. Wo soll das Geld herkommen? Außerdem sollte die Stadt bei einer evtl. Auftragserteilung die Auftragssumme von 17 Millionen als Festpreis erteilen (...).

Uwe Kramer
Oldenburg

Das neue Stadtmuseum wird von den zwei Architekten auf 17 Millionen Euro festgesetzt. Die Stadt sollte das notariell bestätigen lassen, denn da können schnell zehn Millionen Euro dazu kommen. Die müssen dann die zwei Architekten übernehmen und nicht die Stadt.

Absichern ist ganz wichtig, denn rechnen können heute nur noch die wenigsten.

Hiske Maas
Oldenburg

So, das soll es also sein, das neue Stadtmuseum. Sensibel eingefügt soll es sein, offen, einladend und transparent. Politiker neigen ja dazu, Worte anders zu benutzen und zu verstehen als das der gemeine Bürger tut. Ich für meinen Teil kann davon nichts erkennen. Es ist eher eine nicht gelungene Kopie der Erweiterung des Baseler Kunstmuseums von Christ & Gantenbein (https://www.baunetzwissen.de/elektro/objekte/kultur-bildung/erweiterung-kunstmuseum-basel-4743107). Nur eben mit weitaus weniger Qualität. Mittelmaß. Exemplarisch für die Stadt selbst?

Hier wird wieder mal eine Chance vertan, aus einer attraktiven Bauaufgabe auch ein attraktives Gebäude für die Stadt Oldenburg zu erschaffen. Neue EWE-Arena, neue Jugendherberge und „Smart City” Fliegerhorst, alles Projekte, denen es an gestalterischem Mut fehlt. Eigene Suppe statt Innovation. Mutlosigkeit statt Kreativität.

Dieser Entwurf für das Stadtmuseum reiht sich hier nahtlos ein. Statt Kultur als Standortfaktor zu nutzen und mit einem mutigen Entwurf über die Grenze des Ammerlandes die Stadt bekannter zu machen, wird unter dem Schreckenswort „elitär” ein Gebäude gebaut werden, das die Dimension sprengt, das Horst-Janssen-Museum mickrig erscheinen lässt und gänzlich in den Schatten stellt im wahrsten Sinne des Wortes. Und alle klopfen sich auf die Schulter, allen voran der „Kulturdezernent”, wie toll es doch ist und „elegant”. Worte und deren Interpretation sind eben unterschiedlich. Das Museum wird mit seiner blassen, grauen Fassade genauso wenig Spuren in der Stadt hinterlassen wie der Dezernent selbst.

Heiko Matthias
Oldenburg

Der Bunker am Markt wurde erfreulicherweise verhindert. Aber mit dem Museumsentwurf wird die Bausünden-Tradition in Oldenburg würdig fortgesetzt, die zuletzt am Stadthafen unglaublich kreative architektonische Meisterleistungen gebar.

Ich frage mich, was Provinzpolitiker veranlasst, ein überdimensioniertes Heimatmuseum für 17 Millionen Euro errichten zu lassen, das eine sehr überschaubare Besucherzahl erwarten lässt?

Geht es nicht etwas kleiner und preiswerter bzw. sollte die mit 250 Millionen Euro überschuldete Stadt ihren Anteil von 7,5 Millionen Euro nicht in dringendere Projekte wie z.B. in den Bau von Sozialwohnungen und Radwegen investieren?

Oder möchte sich mit dem Bau gar jemand ein Denkmal setzen?

Jürgen Neunaber
Oldenburg

So verheerend ist die Kritik gar nicht. Wenn man sich mal mit den Kriterien im Einzelnen befasst, ist der Entwurf sehr funktional, einladend und nicht überdimensioniert. Da steht der OB mit seiner Meinung keineswegs allein. Das hat auch die heutige, gut besuchte Info-Veranstaltung mit den Ausführungen der Museumsleitung bestätigt. Jetzt gilt: Machen und nicht alles im Vorfeld schlecht reden.

Hans Günter Rostalski
Oldenburg

Mir gefällt der Entwurf des neuen Stadtmuseums gut! Dieser Entwurf passt auch etwas besser zum Horst-Janssen-Museum als der zweitplatzierte Entwurf. Doch auch der Entwurf der Kgb Architekten macht einen guten Eindruck.

Auf jeden Fall wird es eine deutliche Verbesserung im Vergleich zur aktuellen Situation geben.

Tobias Schnitger
Braunschweig

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