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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Grafen-Denkmal neben Schloss aufstellen

25.09.2018
Betrifft: „Anton Günther nun doch vors Schloss“ und betreffende Kommentare (NWZ vom 20. September)

Horst Milde hat es nun wirklich nicht nötig, sich mit Hilfe des kostenlosen, possierlichen, möglichen Geschenks an die Stadt Oldenburg – das Standbild mit dem Grafen – profilieren zu müssen. Horst Milde, einer der wenigen echten Großen Sozialdemokraten alten Schlages, hat sich bereits hinreichend mit dem Denkmal der „Göttinger Sieben“ „profiliert“. Es steht auf dem Platz selbigen Namens – gleich beim Landtag. Dieses wohl für Niedersachsen bedeutendste Denkmal ist unter seiner Schirmherrschaft als damaliger Landtagspräsident entstanden. (...)

Leider ist man in der Stadt Oldenburg weiterhin hinreichend unfähig, den touristischen Wert der Figur zu erkennen. Aus manchem lieben Genossenschädel sind leider die pauschalen Verdammungen des Grafen (...) nicht mehr herauszubekommen. Es geht bei dem Grafen doch nicht um ein Kulturdenkmal! (...)

Wenn man ein Gebüsch (Leserbrief) sucht, wo der Graf abgestellt werden kann, dann ist als allerbester Standort der erste Baum auf dem Schlossplatz – dort wo das ehemalige Hallenbad stand - zu empfehlen, worunter noch eine Betonplastik aus dem Kultursommer `79 ihr trauriges Dasein fristet und eigentlich nicht unschwer zu entdecken ist.

Diese Suche könnte durch den hin zugestellten Grafen erleichtert werden.

Volkmar Schiewe
Oldenburg

(...) Ich gebe Ihnen Recht: er hat sich in der damaligen Zeit wie alle Herrscher feudalistisch verhalten. Aber ihm das in heutiger Zeit vorzuhalten, halte ich nicht für richtig. Ich gebe Ihnen auch Recht, das Denkmal ist keine künstlerische Arbeit, wie man diese heute machen würde. Sie sollten sich aber mal ansehen, was der Künstler Hilpert eigentlich kann. Seine Pferde in Dresden im Museum sind unvergleichlich. Hier vom Auftraggeber Dirks bekam er aber den Auftrag, ein dem Wandgemälde ähnliches Denkmal zu gestalten.

Das gelang ihm nach meiner Ansicht, der sich damals um die Restaurierung kümmerte. Darum habe ich mich auch für die Aufstellung eines Denkmals stark gemacht. Aber jeder darf eine Meinung dazu äußern. (...)

Hans-Adolf Puls
Oldenburg

Meine Frau und ich werden nächstes Jahr „80“. Unser schönstes Geburtstagsgeschenk steht heute in Ihrer Zeitung: Graf Anton Günter kommt dahin, wo er hingehört! Wir sagen: Herzlichen Dank!

Lothar und Edith Carrels
Oldenburg

Man kann zu der Bronzeplastik stehen wie man mag, Kunst, Kitsch, Geschichte. Alles ist möglich. All das hat die Stadt Oldenburg – und den Landtag in Hannover – in den letzten sechs Jahren bewegt. Immer medial begleitet von der NWZ.

Aber zurück zum Inhalt: Das Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Oldenburg plant eine Ausstellung. Möglich ist es, dass dort diese Bronzeplastik für einige Wochen aufgestellt werden wird. Nicht mehr und nicht weniger. Was aber heute als Kommentar von Herrn Husmann dazu geschrieben wurde, ist in meinen Augen der bisherige Tiefpunkt journalistischer Arbeit.

In einem Rundumschlag werden – in meinen Augen – gleich mehrere verdiente Bürger, die immer um das Wohl ihrer Stadt und ihres Stadtteils bemüht waren – zu kleingeistigen Spießern degradiert.

Danke, Herr Husmann, so begeistert man die Leserinnen und Leser wirklich. Haben Sie schon mal gesehen, wie Kinder und auch Erwachsene begeistert auf dem Wildschwein in Eversten sitzen und sich freuen? Touristen dem Glockenspiel am Rathaus zuhören?

Vielleicht ist das nicht die Großstadt, die sich einige wünschen. Mag sein. Aber ein Wohnort- und Arbeitsplatzwechsel steht ja jedem frei. Auch der Versuch, sich selbst zu engagieren in Kunst, Kultur und Politik, wäre möglich. Alles auf jeden Fall besser, als durchsichtige Versuche zurück zur „Schwandnerschen Übermorgenstadt“.

Jutta Bohne
Oldenburg

Sehr geehrter Herr Kiefer, besten Dank für Ihren Kommentar. Hinzuzufügen wäre vielleicht noch, dass die Einlassung von Herrn Husmann eine Desinformation aufzeigt. Die Historie des 30-jährigen Krieges (1618-1638) ist Herrn Husmann anscheinend entgangen und damit auch das Geschehen bezüglich des Grafen Anton Günther.

Beispielsweise hat Ostfriesland gewaltig unter dem mächtigen Feldherrn Graf Tilly gelitten. Es hat übergroße Not durch die fremden Besatzer ertragen müssen. Das war eine verheerende Heimsuchung mit grauenhaften Morden, Vergewaltigungen, Brandschatzungen, Plünderungen etc. Einzig Graf Anton Günther ist es gelungen, seine Untertanen vor dieser Hölle auf Erden abzuschirmen und die Neutralität zu wahren! Das war kein leichtes Unterfangen und bedeutete für den Grafen, mehrfach persönlich durch ein vom Krieg zerrissenes Land zu reisen, um nach Prag zum Habsburger Kaiser Ferdinand II. (Röm. Kaiser 1619-1637) zu gelangen. Dieser war gewiss nicht leicht zu beeinflussen und sicher hat er sich sein „Wohlwollen“ gut bezahlen lassen und das nicht allein mit Reitpferden. Es gelang Anton Günther, seine Untertanen durch eine dienliche Politik weitestgehend unbeschadet durch die schrecklichen Wirren des Dreißigjährigen Krieges zu führen. Allein dies ist ein Grund, an den Grafen zu erinnern. (...)

Auch hat er zu Beginn des 17. Jahrhunderts die entscheidenden Weichen für einen effektiven Küstenschutz in der Region gestellt. (...)

Gunda von Dehn
Westerstede

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