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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konzert: Große Freude an Wiener Liedern

12.01.2016

Oldenburg Ganz am Anfang dessen, was dann später „Wiener Lied“ genannt wird, steht das Lied vom armen Augustin („alles ist hin“) aus dem Jahr 1679. Das Wiener Lied der Operettenseligkeit und Tourismuswerbung, das Lied der konfektionierten Atmosphäre eines kleinbürgerlichen, charmanten, verschmitzten und sinnlich-läßlichen Wien ist ein Kind der Zeit nach Durchsetzung und Internationalisierung des Wiener Walzers. Das Wiener Lied, das der Operette entstammt oder doch entstammen könnte, war auch der alleinige Gegenstand des Liederabends im Staatstheater, und Stefan Vitu war der echt-wienerische Moderator durch das Programm.

Erfrischend launig

Die 16 Lieder des Programms kamen sehr einheitlich daher, durchgehend melodisch und schwungvoll, durchgehend zu Walzer-Rhythmen. Einige der von Philipp Kapeller geradezu kongenial wienerisch gesungenen Kleinode wie etwas Karl Föderls „Dann fängt der alte Stephansdom zu plaudern an“ oder Peter Keuders „Sag beim Abschied leise Servus“ sind bekannte und allseits beliebte Ohrwürmer, andere, wie Ludwig Grubers „Mei Muattal woa a Weanarin, drum hab i Wean so gern“, haben tatsächlich etwas Volkstümliches, was auf echte Volkslieder zurückverweisen mag, am schlagendsten sind aber die vielen aus der Feder von Robert Stolz stammenden Preziosen. Obwohl Robert Stolz 1880 in Graz geboren wurde, ist er doch derjenige, der am nachhaltigsten das musikalische Bild Wiens zwischen Charme und Schmäh geprägt hat. Vier Lieder von Robert Stolz waren denn auch so etwas wie das Rückgrat des erfrischend-launigen Programms: „Im Prater blühn wieder die Bäume“, „Wien wird bei Nacht erst schön“, „In Wien gibt’s manch winziges Gasserl“ und „Dann geh ich hinaus in den Wienerwald“.

Vitus’enorme Präsenz

Stefan Vitu mit seiner enormen Bühnenpräsenz lieferte zwischen den Liedern so etwas wie eine kleine Kulturgeschichte aus Wiener Sicht mit Lokalkolorit und all den herrlichen Übertreibungen, die man vermutlich als Piefke eher ertragen kann denn der echte Wiener selbst. Nein, das war kein Abend für den Wiener Karl Kraus, aber Weinseligkeit, großartiger Tenor-Gesang und munter-pointierte Klavierbegleitung (Felix Pätzold) ließen selbst Albernheiten wie Hermann Leopoldis „Ringelspiel“ zum vielumjubelten Genuss werden.

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