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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Großes Interesse am Lärmschutz

11.03.2017

Ofenerdiek Für die Informationsveranstaltung mit rund 30 Gästen zur Neuauslage von Planfeststellungsunterlagen für das Bahnprojekt im Abschnitt Oldenburg-Wilhelmshaven hatte sich die Deutsche Bahn eine neue Form der Präsentation einfallen lassen. „Statt einer klassischen Vortragsveranstaltung veranstalten wir eine marktplatzähnliche Situation mit mehreren kleineren Info-Ständen, an denen die Besucher mit uns in ein persönliches Gespräch treten können“, so Projektleiter Frank Heuermann.

Er meinte, dass so zum Beispiel die Untersuchungen zur Schallentwicklung ganz individuell für einzelne Gebäude und die Minderung von Erschütterungen durch besohlte Bahnschwellen oder die Wirksamkeit von landschaftspflegerischen Maßnahmen zum Amphibienschutz besser erläutert werden könnten.

Also keine Vorträge, keine allgemeinen Fragen oder Diskussionen, sondern „Gespräche am Tisch“. An jedem Info-Stand gab es jede Menge Pläne und Informationen und einen kompetenten Ansprechpartner, der alle Fragen beantworten konnte. „Die Unterlagen sind alle sehr informativ, wenn man sich hineinkniet“, sagte Hans Gerd Tapke, Vorsitzender des Ofenerdieker Ortsvereins. „Ich hatte aber gedacht, dass die einzelnen Themen im Vortrag vorgestellt werden“, meinte er. Die Unterlagen über den Amphibien- und Umweltschutz sowie den Schutz der Fledermäuse findet er sehr gut. Zur Vorbereitung des Schutzes für die Fledermäuse hatte die Bahn drei Mal an drei verschiedenen Tagen zehn Horchboxen aufgestellt.

Zurzeit befindet sich der Planfeststellungsabschnitt Oldenburg-Rastede-Neusüdende im formellen Planfeststellungsverfahren. Dieses Verfahren muss zur Erlangung des Baurechts durchgeführt werden. Für einige Themen ergab sich weiterer Klärungsbedarf, so dass hierfür eine Überarbeitung der Dokumentationen erforderlich wurde. Deshalb wurden die Unterlagen noch einmal öffentlich in der Oberschule Ofenerdiek ausgelegt und auf Anfrage erläutert.

„Wir liegen mit unseren Immobilien fast 300 Meter direkt entlang der Bahn. Die Lärmschutzmaßnahmen, die die Bahn uns anbietet, sind aber nicht ausreichend“, sagten die Geschwister Beatrix Alfs und Torsten Hespe. „Die Veranstaltung heute ist klasse, und es gibt eine gute Beratung“, betonte Hespe. Bettina Postler erwähnte gegenüber den Verantwortlichen noch einmal ihr Problem. „Wir haben ein großes Schlafzimmerfenster direkt an der Bahn, bekommen aber nur einen Raumlüfter von der Deutschen Bahn, damit wir die Fenster nicht öffnen müssen“, sagte sie. „Und der Lüfter ist fast so laut wie die Bahn“, befürchtet sie. Ein neues Fenster bekommt sie in einem Raum genehmigt, wo sie sich mit ihrer Familie aber kaum aufhalte. Sie hofft, dass ihre Angelegenheit noch einmal überprüft wird. Günther Würtz fand die Veranstaltung mit den vielen Erläuterungen „schon besser“, wie er sagte. Bei der Stadt fühlte er sich mit den Aktenordnern „ein wenig alleine gelassen“, so Würtz. Armin Skierlo ist Pressesprecher der Bahn für die Großprojekte und möchte um Verständnis für die Inhalte der ausgelegten Unterlagen werben. „Wir möchten in intensiven Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern treten“, so der Dipl.-Pädagoge. Er weiß aber auch, dass eine Einigkeit in allen Fragen nicht hergestellt werden kann. „Die gesetzgeberischen Kriterien müssen aber erfüllt werden“, räumte er ein.  Eine weitere Info-Veranstaltung findet am Mittwoch, 22. März, von 17 bis 20 Uhr im Foyer der EWE Arena statt.

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Deutsche Bahn | Oberschule Ofenerdiek

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