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Konzert: Gute Gesundheit mit Gesang

22.03.2017

Stadtmitte Kein Liederwunsch blieb unerfüllt beim Kreis-Chorkonzert des Sängerkreises Oldenburg-Stadt und des Oldenburgischen Sängerbundes in der Cäcilienschule. Die Vielfalt der Lieder war so abwechslungsreich, dass die gesamte Zuhörerschaft im fast voll besetzten Saal auf ihre Kosten kam. Nicht nur, dass das Liedgut insgesamt großartige Chorlieder hervorbrachte, sondern jeder einzelne der sieben Chöre hatte sich noch etwas Individuelles einfallen lassen.

Spaß im Überfluss

Auch das äußere Erscheinungsbild ließ Kreativität feststellen: Gestandene Herren in schwarz-weiß oder der Shanty-Chor „Germania Oberlethe“ natürlich in friesischen Streifen-Hemden mit kleinen Vierecktüchern. Die Chordamen in blütenweiß gestärkten Blüschen und hübschem farbenfrohen Schals. Vielleicht noch eine schwarze Weste drüber. Nun genug der Äußerlichkeiten. Mit „Willkommen hier und heute“ begrüßte der Gesangverein Einigkeit Oldenburg-Donnerschwee die Gäste und wünschte dem Publikum „Spaß im Überfluss“.

Dietmar Bruschke, Tenor des Männerchores Osternburg-Drielake, moderierte unterhaltsam durch den Nachmittag. Er ist davon überzeugt, dass der Chorgesang zur Verständigung der Menschen beiträgt und Lebensfreude in die Herzen bringt. „Musik macht gesund“, glaubt der Barde.

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Dieser Meinung ist auch Oldenburgs Bürgermeisterin Christine Wolff. Sie hatte nach eigenen Worten gegoogelt und herausgefunden, dass Professor Gunter Kreutz von der Universität Oldenburg entdeckt hat, dass viele Chorsänger es nicht bei einem zeitweiligen Singen über ein paar Wochen oder Monate bewenden lassen. Im Durchschnitt halten sie ihren Chören fast 20 Jahre die Treue. Untersuchungen zeigen auch, dass Chorsänger zum Beispiel weniger Medikamente verbrauchen, sie besuchen seltener einen Arzt und erleiden weniger Stürze im Vergleich zu ihren Altersgenossen. „Daraus darf man schließen, dass singen die Gesundheit nachhaltig fördert“, so Wolff.

Wer kennt nicht die „Capri Fischer“, den Welterfolg von Rudi Schuricke (1950). Wenn der Gesangverein Brüderschaft von 1890 „die Sonne im Meer versinken“ lässt, dann geht die Fantasie des Publikums in die Richtung der Fischerboote, die nach und nach der Abendsonne entgegen schippern. Oder wenn der „La Provence“ von der Liebe im blühenden Land erzählt, jedoch auch davon, wie der Mann zwar Treue in der Fremde verspricht, sich aber nach der Rückkehr doch herausstellt, dass er seine Geliebte betrogen hat. Hier und da wurde dann im Publikum ein Taschentuch gezupft.

Klassik und Platt

Ganz klassisch ging es mit dem Männerchor Osternburg-Drielake ab. Die Herren überzeugten mit „Walzer As Dur“ von Johannes Brahms und wagten sich gleichzeitig an das plattdeutsche Lied „De Heiloh“ ran. „Heiloh“ steht für Heideland, wo der der Texter Johann Hinrich Frers (1802-1861, Westerstede) wusste, dass es „bi ‘t Hünengraff dor is dat schöön“ und „dor trällert der Heidlerch und de Kuckuck röppt“.

Für ein buntes Programm sorgten auch der Männerchor Gemütlichkeit Rostrup, der Frauenchor Ofenerdiek und die Sangeslust Bümmerstede. Den krönenden Abschluss bildete dann das Publikum selbst mit dem Kanon für drei Stimmern „Dona nobis pacem“ (Gib uns Frieden).

Geehrt wurden an diesem Nachmittag Hermann Egert, Gerhard Brunken und Fritz Schmietenkopp für langjährige Treue und Verdienste um die Förderung des Chorgesangs.

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