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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Religion: Pastor Schierholz verabschiedet sich nach 18 Jahren

09.10.2019

Haarentor Schleichend kündigte es sich in diesem Jahr an: Die letzte Taufe, die letzte Konfirmation, die letzte Trauung. Vieles tat Pastor Jürgen Schierholz zum letzten Mal. Doch nichts davon fühlte sich für ihn nach Abschied an. Dennoch wird Jürgen Schierholz am Sonntag, 27. Oktober, von seiner Gemeinde Haarentor in der Auferstehungskirche am Friedhofsweg in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.

Über 30 Jahre ist Schierholz bereits im Pfarrdienst tätig. Nachdem er sein Vikariat Anfang der 80er Jahre in Göttingen beendet hatte, zog es den Oldenburger zunächst nach Brake. Ab 1987 trat er jedoch sein Pfarramt in Rodenkirchen in der Wesermarsch an. Hier sollte er viele Jahre seiner beruflichen Laufbahn verbringen und dorthin zunächst auch den Lebensmittelpunkt mit seiner Frau und ihren drei Kindern verlagern.

Dies änderte sich jedoch 2001. „Mir wurde vorgeschlagen, mich auf das Pfarramt in Haarentor zu bewerben“, berichtet Schierholz. Eigentlich habe er einen Wechsel zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in Betracht gezogen. Doch je länger er über diesen neuen Schritt nachdachte, desto mehr dachte er sich: „Warum eigentlich nicht?“ Für Schierholz fühlte es sich wie eine Rückkehr in seine „geistige Heimat“ an. So bezeichnet er seine Heimatstadt gern. Denn hier wurde er vor 50 Jahren selbst konfirmiert.

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Doch das Oldenburg aus den 1960er Jahren war längst nicht mehr mit dem aus den frühen 2000ern zu vergleichen. Vieles hatte sich verändert. Die Familie war bereit, sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Eines hatte sich jedoch nicht verändert. Neben seiner Arbeit als Gemeindepfarrer, lag Schierholz der Schuldienst seit Beginn seines Amtes sehr am Herzen. Zunächst unterrichte er in der Grundschule Haarentor, in der er als Kind selbst zur Schule gegangen war. Doch später kam er an die Evangelische Altenpflegeschule Oldenburg. Diese Jahre seien für den 65-Jährigen sehr prägend gewesen. Seine Schüler waren nun junge Erwachsene, die einen ganz anderen Zugang zu Religion als Grundschüler hatten. Viele seien sogar aus der Kirche ausgetreten. Doch gerade in diesem Bereich habe sich Schierholz besonders gebraucht gefühlt. Denn als Seelsorger konnte er den jungen Menschen im Umgang mit dem allgegenwärtigen Tod in ihrem Job zur Seite stehen und Sicherheit durch christliche Rituale geben.

„Nun ging alles sehr schnell“, sagt Schierholz, wenn er seinem baldigen Ruhestand entgegenblickt. Für ihn sei der komplette Ausstieg aus dem Gemeindedienst noch gar nicht vorstellbar. In den letzten 18 Jahren habe er die Gemeinde Haarentor wachsen sehen. Das Leben spielte sich Tag für Tag direkt vor seinen Augen ab. Er konnte Kinder beim Aufwachsen zusehen, aber auch Familien beim Abschied von Familienmitgliedern begleiten. „Mein Beruf war immer meine Berufung“, sagt Schierholz.

Doch trotzdem möchte er nun erst einmal zur Ruhe kommen. Gerade sei der Umbau seines Elternhauses, in das er bald ziehen wird, noch mit sehr viel Arbeit verbunden. Doch wenn alle Umbauarbeiten abgeschlossen seien, solle es seiner immer größer werdenden Familie ein Heim bieten, in dem sie viele schöne gemeinsame Stunden miteinander verbringen können.

Wie er dann seinen Ruhestande genau gestalten wird, wisse er noch nicht. Doch für ihn steht eines fest: „Alles hat seine Zeit.“

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