• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Klassik: Hexentanz und Zwergengesang beim Kinderkonzert

21.11.2016

Oldenburg Nach dem Tod des russischen Malers Wiktor Hartmann wurde 1874 ihm zu Ehren eine Gedenkausstellung mit etwa 400 Gemälden veranstaltet. Der Komponist Modest Mussorgsky besuchte in St. Petersburg diese Ausstellung und wählte zehn Gemälde seines früheren Freundes aus, um sie am Klavier zu vertonen.

Knapp vierzig Jahre später bearbeitete Maurice Ravel diesen Klavierzyklus für großes Orchester. In dieser Form wurden die „Bilder einer Ausstellung“ weltweit bekannt und populär bei Jung und Alt.

Beim 2. Kinderkonzert der laufenden Saison hatten kleine und große Musikliebhaber spannende und lehrreiche 70 Minuten lang die Gelegenheit, den Prozess vom jeweiligen Gemälde mit den einzelnen Motiven über die musikalische Charakterisierung einzelner Momente wie den hinkenden Zwerg oder die spielenden Kinder im Park oder die piepsenden, allerliebsten Küken hin zum fertigen Musikstück nachzuvollziehen.

Die einzelnen Gemälde wurden groß eingeblendet, Thomas Honickel als Moderator und Dirigent führte auf seine unnachahmliche Weise mitreißend durchs Programm und die aufmerksamen Kinder wurden beteiligt, denn es gab im voll besetzten Orchester diesmal ein Instrument, das noch nie an einem der vorangegangenen Kinderkonzerte teilnahm. Die Kinder gingen durch die Reihen der Orchestermusiker und entdeckten zuletzt das Altsaxophon, das eine wichtige Rolle beim musikalischen Bild vom alten Schloss spielt.

Gruselig und auch ein wenig unheimlich wurde es, als Thomas Honickel von der berühmtesten aller russischen Hexen erzählte, der Baba Yaga, die in einem einer Kuckucksuhr nachempfundenen Haus auf zwei riesigen Vogelbeinen wohnt, aus dem sie – sehr gut hörbar – mit stampfenden Schritten herauskommt.

Da war es doch besser, dass jedes Kind einen Erwachsenen dabei hatte. Die Baba Yaga schwang sich dann noch auf ihren Besen, um mit Xylophon, Tam-Tam und der großen Trommel einen wilden Hexentanz auf dem Besen zu vollführen.

„Das große Tor von Kiew“ führte in die prächtige Stadt mit ihren orthodoxen Kirchen. Leuchtende Bläserklänge und ein zarter Choral in den Holzbläsern lassen eine Prozession hören, und das Glockengeläut macht Bim-Bam.

Das Glockengeläut? Die vielen richtig mitgehenden Kinder sorgten mit ihren Gesangsstimmen für das stimmungsvolle Glockengeläut und belohnten danach sich selbst und den Moderator sowie das ganze Staatsorchester mit überschäumendem Applaus.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.