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Laster umgekippt – Sperrung der A1
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Aktualisiert vor 28 Minuten.

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Laster umgekippt – Sperrung der A1

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Hier ankommen – mit Musik und Essen der Heimat

04.07.2017

Oldenburg Zum Schmelztiegel der Kulturen, ihrer Musik und Delikatessen wurde am Sonntag der Schlossplatz: Auf der Hauptbühne des Kultur(en)sommers traten aus unterschiedlichsten Weltregionen stammende Musiker auf, dazwischen stellten sich Initiativen, Institutionen, Kulturvereine und Religionsgemeinschaften vor. Moderiert wurde der Nachmittag von Andreas Holtz (Programmleitung Kulturetage) und Lena Nzume (Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte). Zum ersten Mal fand Global Lokal vor vier Jahren statt, heute sind die Besucherzahlen deutlich höher.

Um die Bühne herum sind Stände aufgebaut, an denen die Vereine sich vorstellen und für kulinarische Impressionen aus aller Herren Länder sorgen. Aus dem Irak werden Weinblätter und Biryani (Reisgericht) serviert, aus Afrika Kochbananen, Beans (pikantes Bohnengericht) und Puff Puff (süße Teigspeise). Die Delikatessen blieben nicht lange unentdeckt – sind erst in (fast) aller Munde, kurze Zeit später ausverkauft.

Als Pascal Koulahi um 15.30 Uhr mit seiner Trommel den Tag im Zeichen des kulturellen Austausches anstimmt, haben sich schon zahlreiche Menschen vor der Bühne versammelt, vor allem Eltern und Kinder sitzen bei Sonnenschein auf dem Pflaster des Platzes. Koulahi stammt aus der Elfenbeinküste und lebt seit 20 Jahren in Deutschland. Heute rahmen seine Rhythmen das Nachmittagsprogramm ein.

Nach ihm tritt Naji Khatari aus dem Irak auf, er kam als Kriegsflüchtling nach Deutschland, Westerstede ist sein neues Zuhause. Damals, in der Region um Mossul, war er ein renommierter Musiker. Sein Spiel auf der Zurna (einer orientalischen Trompete) begleitet sein Sohn Rimon wie ein Großer auf der Dahol (einer Trommel). Bewegung kommt bereits jetzt in die Menge: Spontan beginnen junge persische Männer zur Melodie der Trompete und dem Rhythmus der Trommel zu tanzen. Die Reihe wächst, junge Frauen haken sich ein, Jubel brandet auf. Nach dem Lied steht Naji auf. Er geht an Krücken, aber lässt es sich nicht nehmen und reckt stolz und den Arm samt Gehhilfe zum Abschied in die Luft. Eine in einem Austauschprojekt des Vereins „Jugendkulturarbeit“ entstandene Theaterperformance wird vor der Bühne aufgeführt. Kurzerhand formiert sich ein Halbkreis, in dessen Inneren die Jugendlichen aus Spanien, Portugal, Italien, Slowenien und Deutschland ihre Gedanken zu Toleranz performen. Als Requisiten dienen Schilder mit Schriftzügen: „Homeless“, „Man“, „Prostitute“, „Catholic“, „HIV“, „Muslim“, „Artist“… am Ende erklingen ihre Stimmen geeint im Chor: „We are those, who stand up for tolerance!“

Frank Bekuhrs (TV-Redaktion Oeins), Uwe Fischer (Ev.-Luth. Kirche Oldenburg) und Andreas Holtz (Kulturetage) sind als Vertreter der drei initiierenden Institutionen begeistert. „Die Menschen, die nach Oldenburg kommen, sind nicht Bittsteller. Sie können sich vielfältig einbringen und uns bereichern“, schildert Bekuhrs die Botschaft von Global lokal.

Afrikanischen Hiphop, Balladen aus Südamerika, arabische Saitenmusik, türkische Klänge, georgisches Liedgut, Reggae aus Jamaika und mehr musikalische Exotik bot das Abendprogramm auf dem vollen Schlossplatz bis 22 Uhr. Die Konzerte von „Honolulu Babies“ und „Global Music Player Allstars“ wurden von Oeins gefilmt, ein Zusammenschnitt wird am 2. August um 19 Uhr auf Oeins ausgestrahlt.

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