• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Hier liegt Musik                  in der Luft

09.01.2016

Nadorst /Metjendorf Seine Liebe zur Musik hat Herbert Bartmann schon in frühen Jahren entdeckt. Als Kind begann er mit Perkussionsinstrumenten, mit kleinen Trommeln zunächst. Damals wollte er Schlagzeuger werden.

Heute ist der 57-jährige Ostfriese, der im Stadtteil Nadorst lebt, jedoch professioneller Dudelsackspieler. Zu den Sackpfeifen, so nennt man diese Instrumente, kam er als Jugendlicher, als sein Bruder ihm seinen ersten Schottischen Dudelsack mitbrachte. Das Instrument sollte in einer Aufräumaktion des Musikinstituts der Universität Göttingen entsorgt werden und war eher als Wandschmuck geeignet. Doch das hielt Herbert Bartmann nicht davon ab, sich am Instrument zu versuchen. Er brachte sich zunächst alleine und danach mit der Hilfe von Musiklehrern das Spielen bei. Die Mischung aus geführtem und selbstständigem Lernen war für Bartmann nichts neues. In jungen Jahren brachte er sich diverse Musikinstrumente, wie die Mandoline, die Gitarre und verschiedene Flöten, bei. Ein Musikstudium hatte er nie.

Dem Lernen der Sackpfeifen widmet er in seinem Leben am meisten Aufmerksamkeit. 1985 ging er für einige Zeit zum „College of Piping“ in Glasgow in Schottland, wo das Instrument eine lange Tradition hat, um sein Können zu verbessern und sein Wissen zu vertiefen. „Das Lernen in Schottland war eine schöne Zeit, an die ich mich gerne zurück erinnere“, schildert Bartmann.

Heutzutage unterrichtet er selber Schüler. In seiner Musikschule in Metjendorf unterricht er Privatschüler und kleine Gruppen in verschiedenen Sackpfeifen. Doch er beschäftigt sich nicht nur in seiner Schule mit seinem Instrument. Er spielt zusammen mit Keno Brandt an der Orgel in dem „Duo Contrario“. Drei mal war das Duo schon auf dem Musikfestival „Celtic Celebration“ in Dudelange in Luxemburg. „Dort standen wir neben Top-Acts der Szene auf der Bühne. Das war schon ein tolles Erlebnis“, erinnert sich Bartmann zurück.

Von Zeit zu Zeit ist Bartmann auch Gastmusiker in verschiedenen Bands, wie zuletzt in der experimentellen Jazz-Rock-Gruppe „Beelzebub Airlines“. In den 1990er Jahren war er in Hamburg als Dudelsack-Solist in der Klassikphilharmonie und als Studiomusiker tätig.

Von dem Spielen von Instrumenten ist er fasziniert. „Man hat die Möglichkeit, neue Sachen zu erlernen und sich mit dem Instrument und sich selber auseinanderzusetzen“, findet er. Man lerne, Schwierigkeiten zu überwinden und das könne man sich auch im Leben zu Herzen nehmen.

Deswegen übt Bartmann auch viel. Es geht ihm dabei um technische Feinheiten. Der Klang der Dudelsäcke hat ihn besonders fasziniert. „Jedes Instrument hat seinen eigenen Charakter“, schwärmt er. Dudelsäcke seien nichts Alltägliches und haben ihn anfangs interessiert, weil sie auf gewisse Weise exotisch sind.

Die Liebe zu der Musik und seinen Instrumenten merkt man Herbert Bartmann an. Wenn er über seine Leidenschaft spricht, dann springt der Funke über.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.