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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Hinter Knastmauern dem Verbrechen ganz nahe

18.09.2015

Oldenburg Filmfest und Fernsehen, das passt. ARD und ZDF nutzen oft das Oldenburger Festival, um neue Produktionen in dem künstlerisch hochwertigen Umfeld vorab zu zeigen. Einige „Tatort“-Krimis gab es hier lange vor der eigentlichen Ausstrahlung zu sehen, ebenso „Der Kommissar und das Meer“ und natürlich die Schmonzette „Schlaflos in Oldenburg“. Für die 22. Ausgabe nun hat auch das Privatfernsehen das Filmfest an der Hunte für sich entdeckt. Als Weltpremiere werden am 19. September (21 Uhr, Alte Fleiwa) und am 20. September (14.30 Uhr, JVA) die ersten drei Folgen der Dramaserie „Gottlos – warum Menschen töten“ vorgestellt.

Dass Oldenburg in den Genuss kommt, eine auch nach internationalen Fernsehmaßstäben hochwertige Krimi-Serie vorab zu erleben, hat vor allem mit Thomas Stiller zu tun. Der preisgekrönte Regisseur und Autor ist seit langem dem Filmfest freundschaftlich verbunden und nutzt die zeitliche Nähe zur Ausstrahlung (ab Winter 2015 auf RTL II), um sein neuestes Werk dem Urteil eines fachkundigen Festival-Publikums zu unterwerfen.

Ein Urteil, das positiv ausfallen könnte. Erstmals hat ein Sender einem Regisseur freie Hand gelassen bei der Entwicklung und Umsetzung des Stoffes in „Gottlos“. Die thematisch abgeschlossenen Folgen „Sex, Drugs & Rock’n’Roll“, „Auslöschung“ und „Der Polizist“ basieren auf realen Ereignissen, sind aber als Fiktion angelegt. Ihnen allen gleich ist das Konzept: Nicht die Jagd nach dem Täter steht im Vordergrund, vielmehr wird geschildert, wie ein Konflikt entstehen und sich entwickeln kann bis zur folgenschweren Eskalation.

Basis für die Geschichten, die Stiller im Mai/Juni in Berlin in drei 45-Minuten-Folgen inszenierte, ist das Buch „Warum Menschen töten“ der Polizeipsychologin Claudia Brockmann; auch diente das niederländische Format „The Godless“ als Vorlage. Bemerkenswert ist die Serie zudem, weil RTL II sich die Arbeitsweise amerikanischer Erfolgssender wie HBO oder Netflix aneignete und Stiller die komplette kreative Freiheit überließ. „Das ist ein rares Gut in der Branche“, meinte Produzent Marc Conrad. „Als der Sender uns den Vorschlag machte, wusste ich sofort, dass wir die besten Kreativen begeistern werden.“ Und RTL II ist mit der Arbeit offensichtlich zufrieden: Dank „der ungewöhnlichen Erzählweise und intensiven Bildsprache“ der Serie, betonte Programmleiter Thomas Zwiessler, „rückt der Zuschauer hautnah an die Verbrechen heran und bekommt die Möglichkeit, in die Gefühlswelt von Tätern und Opfern einzutauchen.“

Passend dazu weist die Besetzung von „Gottlos“ bekannte Namen auf. In den Hauptrollen sind u. a. Matthias Köberlin, Jule Ronstedt, Sabine Vitua und Ralph Herforth zu sehen. Fast alle werden Oldenburg besuchen, ebenso Buchautorin Brockmann und Regisseur Stiller. Die Verbindung Filmfest-Fernsehen ist fest wie eh und je.

Klaus Fricke
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