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Aktualisiert vor 8 Minuten.

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Feuer am Faschings-Festzelt

NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Hitler-Attentäter Georg Elser wird geehrt

14.07.2015

Donnerschwee Die Straßen auf dem Gelände der ehemaligen Donnerschwee-Kaserne werden nach dem Hitler-Attentäter Georg Elser, der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ und der von den Nazis ermordeten Anne Frank benannt. Hinzu kommen Straßennamen, die auf historische Flur- und Hofbezeichnungen zurückgehen, die der Bürgerverein Donnerschwee vorgeschlagen hatte.

Diesem mit dem Bürgerverein abgestimmten Vorschlag der Verwaltung stimmte der Verkehrsausschuss am Montagabend einhellig zu. Endgültig entscheidet darüber der Stadtrat am Montag der nächsten Woche (Sitzung beginnt um 18 Uhr im Kulturzentrum PFL). Stadtbaurätin Gabriele Nießen betonte, dass die Benennung nach Widerstandskämpfern und Opfern des NS-Regimes einen Gegenpol zur Historie des Areals setzen solle.

Die Kaserne wurde 1937 erbaut. Straßen im Umfeld wurden benannt u.a. nach Graf Spee, Offizier der Kaiserlichen Marine, oder Generalfeldmarschall Alfred Graf von Schlieffen, der den Plan für den Überfall auf Frankreich 1914 verfasste.

Die Namensgeber

Georg Elser zündete am 8. November 1939 eine Bombe im Münchner Bürgerbräukeller, um Adolf Hitler zu töten. Elsers Ziel war es, den 2. Weltkrieg zu beenden. Doch Hitler verließ den Ort früher als geplant. Elser wurde am selben Abend festgenommen und im April 1945 auf Befehl Hitlers im KZ Dachau erschossen.

Anne Frank war ein 1929 in Frankfurt geborenes jüdisch-deutsches Mädchen, das 1934 mit seinen Eltern in die Niederlande auswanderte, um der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. In Amsterdam lebte sie ab 1942 mit ihrer Familie in einem Versteck, bis sie verraten wurde. Sie wurde Anfang 1945 im KZ Bergen-Belsen ermordet.

Die „Weiße Rose“ war eine studentische Widerstandsgruppe in München, die ab 1942 in Flugblättern die NS-Verbrechen anprangerte und zum Widerstand aufrief. 1943 wurde die Gruppe um die Geschwister Hans und Sophie Scholl verhaftet. Die Geschwister sowie Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell wurden hingerichtet.

Für eine Benennung nach Georg Elser setzt sich seit mehr als zehn Jahren der Oldenburger Manfred Lahusen ein (NWZ  berichtete). „Elser wird oft vergessen“, sagt der Rentner. Als Stadtbaurätin Nießen im Februar die Benennung einer Straße auf dem Kasernengelände ankündigte, zeigte sich Lahusen verhalten zufrieden. Er hätte eine Umbenennung der Hindenburgstraße favorisiert – die ist aber nach dem Beschluss des Rats, die Straße nicht umzubenennen, vom Tisch.

Die Straßenbezeichnung „Weiße Rose“ ist nach Nießens Angaben Wunsch der Dammermann-Hauenschild- und der Eriksen-Grensing-Stiftung, die auf dem Gelände 78 Sozialwohnungen, eine Pflegewohngemeinschaft und eine Hospiz-Einrichtung errichten.

Thorsten Kuchta stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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