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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Höllenfahrt mit dem Bus

15.04.2015

Oldenburg „Drei Tage in der Hölle“ ist ein etwa 80 Minuten langer Theaterabend fernab gewohnter Konventionen eines Schauspiels. Was damit beginnt, dass die Zuschauer ebenerdig zusammen mit den sieben Darstellern in der Exerzierhalle an Tischen sitzen, die man zu einem U zusammengeschoben hat, „wie in einem Konferenzraum“, vergleicht Dramaturgin Daphne Ebner.

Auf der Tagesordnung steht nur ein einziger Punkt: Der nackte Alltag in Weißrussland. Hier, in den Vororten von Minsk überlebt nur, wer hart rechnen kann. Aus der Perspektive von Dima, einem jungen, weißrussischen Vater, erlebt das Publikum, was das heißt.

Drei Tage lang begleiten die Zuschauer Dima auf seinen endlosen, zermürbenden Busfahrten, die der Weißrusse zurücklegt, um das Nötigste für sich und seinen Sohn zu beschaffen, bevor er seine Haft in einem Straflager antreten muss.

„Drei Tage in der Hölle“ stammt aus der Feder von Pavel Prjaschko, 1975 in Minsk geboren und derzeit einer der gefragtesten, russischen Dramatiker. Die in Odessa geborene und in Berlin lebende Regisseurin Elina Finkel hat das Stück für das Oldenburger Staatstheater entdeckt, übersetzt und bearbeitet. Vor Ort in Minsk hat sie Bild- und Videomaterial eingefangen und in ihre Inszenierung integriert.

Die Darsteller Magdalena Höfner, Diana Ebert, Nientje Schwabe, Agnes Kammerer, Johannes Lange, Maximilian Pekrul und Matthias Kleinert werden die Höllenfahrt „erzählerisch und performativ“ nachstellen, sagt die Dramaturgin: „Der Abend ist eine Collage aus Schauspiel und Installation. Er dokumentiert nüchtern, aber körperlich sehr intensiv die Lebensrealität in Weißrussland mit all ihrem Schrecken.“

Erzählt wird in einem kameraartigen Stil auf verschiedenen Ebenen. Choreografin Tabea Martin hat mit dem Ensemble eine Körpersprache erarbeitet, die bestimmt ist von Ruhelosigkeit und Getriebenheit. Musikalisch begleitet der Soundmusiker Matthias Bernhold die Höllenfahrt mit seiner Gitarre live auf der Bühne.


Mehr Theater unter   www.nwzonline.de/theater 
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