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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Horror-Musical mit Humor

31.10.2016

Oldenburg „Historisch bestätigt gab es Sweeney Todd zwar nie. In England erzählt man sich die Geschichte aber wie die Urlegende von Jack, the Ripper noch heute. Die Geschichte ist ein Kinderschreck,“ erklärt Dramaturgin Valeska Stern zur neuen Premiere „Sweeney Todd – The Demon Barber of Fleet Street“ im Großen Haus. Anders als bei dem Musical Evita, präsentiert das Staatstheater dieses Mal eine regelrechte Horrorshow.

London 1848 – Barbier Benjamin Barker lebte ein glückliches Leben in Englands Metropole mit seiner wunderschönen Frau und seiner Tochter. Doch das Schicksal hält Grausames für ihn bereit: „Die Obrigkeit, der lüsterne Richter Turpin, verurteilt ihn, schickt ihn in die Verbannung, vergewaltigt seine Frau und adoptiert sein Kind“, berichtet Stern. Nach 15 Jahren kehrt er nun zurück und schwört sich, Rache zu nehmen. Er will den Richter umbringen und um das zu erreichen, ist ihm kein Opfer zu schade. Was Barker – nun unter dem Namen Sweeney Todd bekannt – nicht weiß: Seine Frau ist entgegen seiner Vermutung noch am Leben.

Von Menschenhass und Unzufriedenheit mit dem Klassensystem geprägt, bringt Sweeney Todd jeden um, der nur Verdacht von seinem Plan schöpfen könnte. Eine wahre Komplizin findet der Barbier dabei in seiner Nachbarin, der Bäckerin Mrs. Lovett. Welch neues Rezept sie zur Zusammensetzung ihrer Fleischpasteten durch Sweeney entwickelt, schockiert. Aber wohin treibt den Barbier die Rache? Was passiert, wenn ein Mensch sich vollkommen in diesem Gefühl verliert? „Am Ende gibt es einen großen Show-Down“, weiß die Dramaturgin. Und genau dieses scheint wahrhaft tragisch.

Aus musikalischer Sicht treffen in Michael Moxhams Inszenierung Figuren mit unterschiedlichsten Rhythmen aufeinander. „Jede Figur hat ihre eigene Musikalität, ihr eigenes Thema. Von absoluter Komik bis zum Grusel“, beschreibt Stern die Atmosphäre. „Besonders ist für die Gattung Musical auch Richard Wagners Leitmotiv. Bevor etwas passiert, bekommt man schon durch die Musik eine Vorahnung“, beschreiben Stern und Regisseur Moxham.

Auch auf der Bühne wird der Horror vielfach präsentiert: Von einem „Magic Stuhl“ über Theaterblut bis hin zu den symbolischen Messern des Barbiers kann es gruseliger kaum werden.

Bühne und Kostüm zu Michael Moxhams Inszenierung entwickelte Jason Southgate. Carlos Vazquez übernimmt die musikalische Leitung der Oldenburger Erstaufführung. Valeska Stern ist die Dramaturgin des Musicals. Auf der Bühne sind Tomasz Wija als Sweeney Todd, Melanie Lang und Carolina Walker als Mrs. Lovett, Lukas Strasheim als Anthony Hope, Martyna Cymerman und Alexandra Scherrmann als Johanna Barker, Philipp Kapeller und Timo Schabel als Tobias Ragg, Henry Kiichli und Stephen Foster als Richter Turpin, Sandro Monti als Beadle Bamford, Friederike Hansmeier als Beggar Woman und KS Paul Brady als Adolfo Pirelli zu sehen.

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