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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Hundsmühlen feiert sich zweimal

13.02.2010

HUNDSMüHLEN „Ihr könnt stolz auf Euren Ort sein“: Dieses Zeugnis stellte Festredner Frank Speckmann auf der 700-Jahr-Feier den Hundsmühlern aus. Der Fachmann für die Geschichte der Gemeinde Wardenburg sprach am Donnerstagabend vor rund 150 geladenen Gästen im Dorfgemeinschaftshaus.

Die Ortsgemeinschaft feiert in diesem Jahr das Jubiläum gleich zweimal. Den 11. Februar wählte man, weil der Tag eine besondere Bedeutung besitzt: Datiert doch die älteste Urkunde, auf der von „Hunoldes molen“ zum ersten mal die Rede ist, auf den 11. Februar 1310.

Feier für alle im Sommer

Wardenburgs Bürgermeisterin Martina Noske erinnerte in ihrem Grußwort daran, dass der 1952 gegründete Ortsverein Hundsmühlen der älteste in der Gemeinde ist. Er habe die Ortsentwicklung beispielhaft vorangetrieben. Landrat Frank Eger lobte die weise Voraussicht der Gastgeber, die Feier aller Bürger in den Sommer zu legen.

Weitere Grußbotschaften überbrachten die Bundestagsabgeordneten Angelika Brunkhorst (FDP) und Holger Ortel (SPD) sowie Landtagsabgeordneter Ansgar Focke (CDU), Pastor Martin Böhmen und HTV-Vorsitzender Franz Held.

Der ursprüngliche Standort der Mühle an der Lethe im heutigen Hundsmühlen war im 14. Jahrhundert und speziell während der oldenburgisch-münsterschen Fehden von enormer strategischer Bedeutung, erinnerte Frank Speckmann in seinem Vortrag. Der Weg durchs Huntetal sei der natürliche Zugang zur Stadt gewesen. Mehrere Jahrhunderte lang war die Getreidemühle, später durch Säge- und Ölmühle erweitert, ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, 1754 wurde sie nach Wardenburg verlegt.

Viele Jahrhunderte blieb die Bevölkerung übersichtlich: 1925 gab es 32 Wohnhäuser, in denen 212 Menschen lebten. Die erste systematische Siedlung entstand ab 1933 für die „Frontkämpfer“ aus dem 1. Weltkrieg im Bereich des Hunteweges.

Zustrom an Flüchtlingen

1939 gab es bereits 136 Wohnhäuser und 665 Einwohner – eine Verdreifachung in 14 Jahren. Hundsmühlen hat dies und den großen Zustrom an Flüchtlingen und Vertriebenen nach dem 2. Weltkrieg vorbildhaft aufgefangen. Heute ist es mit etwa 2800 Einwohnern nach Wardenburg der zweitgrößte Ort der Gemeinde. Es sei wichtig, die eigene Geschichte zu kennen, und den Weg in die Zukunft nicht aus den Augen zu verlieren, betonte der Vorsitzende des Ortsvereins, Winfried Koslowski.

Mehr Bilder unter www.NWZonline.de/fotos-landkreis

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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