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Aktualisiert vor 17 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Im Dschungel ist der Löwe los

29.11.2013

Oldenburg „Die Fledermaus“ ist seit längerer Zeit einmal wieder eine Operette, die das Oldenburgische Staatstheater auf seinen Spielplan hebt. Als Regisseur hat es K.D. Schmidt verpflichtet, der – aus dem Schauspiel kommend – der Gesellschaftssatire den nötigen Biss geben soll. Denn „das Stück ist schärfer als man denkt“, betont Dramaturg Lars Gebhardt. Johann Strauß habe nicht nur unterhalten, sondern dem perfiden, geltungssüchtigen Bürgertum auch einen Zerrspiegel vorhalten wollen.

Auf den ersten Blick ist „Die Fledermaus“ auf jeden Fall eine Riesenparty im Hause des Prinzen von Orlofsky (Benjamin Boresch). Ein nächtlicher Maskenball mit Irrungen und Wirrungen, bei dem nichts ist, wie es scheint. Und so ahnt der Lebemann Gabriel von Eisenstein (Paul Brady) nicht, dass sein „guter“ Freund Dr. Falke (Johannes Held), der sich einst in einem Fledermauskostüm heftig blamierte, ihn tüchtig verspotten will. Falke sorgt dafür, dass Eisensteins Kammerzofe Adele (Monika Reinhard) als Schauspielerin erscheint und Eisensteins Gattin Rosalinde (Inga-Britt Anderson) als Gräfin, mit der der Gehörnte nichtsahnend sogleich anbandelt.

„Manche sagen, dem Text läge keine hohe Dichtkunst zugrunde“, räumt Gebhardt ein. „Dabei erzeugt die Musik mit Schärfe und Tempowechsel eine Kommentarebene, die ironisch und augenzwinkernd für eine gewisse Bösartigkeit sorgt und das Gutbürgerliche gründlich entlarvt.“ Mit Kapellmeister Paul-Johannes Kirschner (26) steht ein junger Dirigent am Pult. „Die Fledermaus“ ist seine erste große Produktion, für die er in Oldenburg die musikalische Leitung übernimmt. Thomas Bönisch zeichnet verantwortlich für den Opernchor, der als Teil der Festgesellschaft mitwirkt.

Der von Alain Rappaport entworfene Raum sei ein bürgerliches Zimmer, „schick, aber so unterkühlt wie die Ehe der Eisensteins“, sagt der Dramaturg. Das Motto für die Party hat die Regie mit „Dschungel“ an die wilde, zuweilen triebhafte Natur der Menschen angelehnt. Hier tummeln sich als Tarzan, Löwe oder Giraffe verkleidete Gäste in farbenprächtigen Ballkleidern, entworfen von Britta Leonhardt.

Auf eine kleine Uraufführung ist Lars Gebhardt besonders stolz. Im zweiten Akt,

dort wo ursprünglich das Ballett auftritt, hat Gordon Kampe („Sturmkind“) eine vierminütige Einlage für das Orchester komponiert, die der Dramaturg so beschreibt: „Das ist Partymusik von heute, die nach Techno und Disko klingt, aber auch Motive von Strauß’ Ouvertüre aufgreift.“ In weiteren Rollen singen und spielen Michael Pegher, Peter Felix Bauer, Daniel Ohlmann und Anne Fuchs. Schauspieler Henner Momann tritt als Gefängniswärter „Frosch“ auf.


Mehr „Vorhang auf“-Theaterberichte finden sich unter   www.nwzonline.de/theater 
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