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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

UNTERHALTUNG: Im kleinen Kino laufen große Filme

25.09.2009
NWZonline.de NWZonline 2015-07-28T09:01:30Z

UNTERHALTUNG:
Im kleinen Kino laufen große Filme

OLDENBURG Mehr Filme, mehr Flexibilität: Die Leute vom Verein Medienbüro Oldenburg haben sich viel vorgenommen für die neue Saison des Cine K, die an diesem Freitag mit dem Film „Winter ade“ beginnt. Erstmals wird es in dem 50-Sitze-Kino (Bahnhofstraße 10) Vorstellungen bereits ab 18 Uhr geben.

„Damit kommen wir allen Filmfans entgegen, die in der Woche früh aufstehen müssen und sich frühere Anfangszeiten gewünscht haben“, erklärt Marion Fittje vom Cine-K-Team. Daneben gibt es ab sofort Abendvorstellungen bereits um 20 Uhr (dienstags und mittwochs) sowie auch Spätfilme am Sonnabend ab 22.45 Uhr. „Hier laufen Kultfilme oder solche, die nach unserer Einschätzung das Zeug dazu haben“, meint Marion Fittje.

Im Mittelpunkt des Programms steht zunächst aber die deutsche Wiedervereinigung, die vor 20 Jahren erreicht wurde. Die Reihe „GrenzLinien – Umbrüche in Ost und West“ versammelt filmische Vorboten der Wende; teils Produktionen der staatlichen Filmindustrien, teils verbotene und nahezu unbekannte Film-Perlen. „Der Dorflehrer“ und „Kleine Tricks“ heißen zwei aktuelle Werke aus Tschechien und Polen, die in schwärmerischen Bildern das Landleben einfangen.

Die Auswahl der Reihe im Kino der Kulturetage spiegelt auch die unterschiedlichen Filmpolitiken im Ostblock: Michail Gorbatschows Politik der Glasnost und Perestroika schlug sich ab 1986 in der Filmindustrie der UdSSR nieder. Es entstanden mutige Werke wie „Die Nadel“ (23. November) und bisher verbotene Filme wie „Die Vogelscheuche“ (5. Oktober). 1987 wurde die Zensur in Polen faktisch abgeschafft. Hier entstanden Meisterwerke wie Kieszlowskis „Ein kurzer Film über das Töten“ (19. Oktober). Die DDR dagegen habe sich abgeschottet gegen den Zeitgeist. Sie habe dem Publikum wichtige Perestroika-Filme vorenthalten.