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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: In dieser Oper duftet es nach Lebkuchen

04.12.2015

Oldenburg Pünktlich zur Weihnachtszeit wird es auf der Opernbühne märchenhaft. „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck (1854-1921) feiert im Großen Haus Premiere. Das Regieteam will das gut zweistündige Werk so in Szene setzen, dass bereits Sechsjährige ihre Freude daran haben sollen. Erst 2010 war Humperdincks Oper in Oldenburg auf dem Fliegerhorst aufgeführt worden. Damals spielten kleine Zuschauer nur eine Nebenrolle. Diesmal soll es der britische Regisseur Michael Moxham richten. Er erzählt: „Als wir mit unserer Arbeit hier begannen, hatten wir viele Einfälle, die wir aber zu gruselig für Kinder fanden.“

Zusammen mit seinem Kollegen Jason Southgate, der für Humperdincks „Hänsel und Gretel“ bereits zum dritten Mal ein Bühnenbild und Kostüme entwirft, entstand die Idee, die beliebte Märchenoper mit der ihr innewohnenden Magie ganz traditionell aufzuführen. Schließlich zählt das 1893 in Weimar uraufgeführte Werk „mit seiner hochromantischen Klangschwelgerei zu den bekanntesten und beliebtesten Märchenopern“, sagt Dramaturgin Annabelle Köhler.

Zeitlich siedelt das Regieteam das Märchen um 1812 an, als die Urfassung der Brüder Grimm entstand. „Es war die Zeit nach den Napoleonischen Kriegen“, sagt Annabelle Köhler, „die Menschen lebten in großer Armut.“ So auch die Eltern von Hänsel und Gretel in ihrem kleinen Häuschen am Waldesrand. Peter (Daniel Moon), einst Soldat, verlor im Krieg ein Auge und verdient das Nötigste als Besenbinder. Seine größte Sorge gilt den Kindern, die er vor der bösen Hexe im Wald beschützen will. Seine Frau Gertrud (Melanie Lang) ist mit der Situation gänzlich überfordert und verliert die Nerven, als die Kinder die Tagesration Milch verschütten. Sie schickt sie in den Wald, um Erdbeeren zu pflücken – und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Allerdings nicht ganz so gruselig wie im Original. Dafür sorgte seinerzeit die Schwester des Komponisten, Adelheid Wette. „Was ihr zu grausam erschien, hat sie gemildert“, erzählt die Dramaturgin. Schließlich sollte das zunächst als Singspiel geplante Werk von den eigenen Kindern im Familienkreis aufgeführt werden. So wurden Sand- und Taumännchen (Alexandra Scherrmann) eingefügt. Schutzengel bewachen den Schlaf von Hänsel und Gretel. Letztere und noch weitere Rollen übernehmen die „Klanghelden“ des Staatstheaters aus dem Kinder- und Jugendchor unter Leitung von Thomas Honickel. Roger Epple wird das Staatstheater dirigieren, das das „Märchenspiel in üppigster romantischer Klangfülle“ darbietet, und so freut sich das Regieteam auf eine veritable Oper für Groß und Klein. „Hänsel und Gretel“ ist bekannt für ihr großartiges Liedgut mit volksliedhaften, eingängigen Melodien.

„Man soll den Lebkuchenduft riechen können“, wünscht sich Regisseur Moxham. Er schwärmt von einem magischen Bühnenbild mit wunderschönem Lebkuchenhaus, von Gazevorhang, Schattenspiel und Hexentanz – ohne Details verraten zu wollen. Und er schwärmt von Yulia Sokolik (Hänsel) und Anna Avakian (Gretel), den beiden russischen Solistinnen, die ein wunderbares Geschwisterpaar abgäben.


Mehr Bilder unter   www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
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