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05.12.2015

Oldenburg 6000 Euro hat die Stadt am Freitagabend an drei Initiativen verteilt, die sich um die Willkommenskultur Oldenburgs verdient gemacht haben. Viel Geld, das aber bei Weitem nicht den ideellen Wert der geleisteten Integrationsarbeit widerspiegelt.

Entsprechend lobte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann bei der Verleihung des Integrationspreises vor allem die Bürger: „Es ist herausragend, was an so vielen Stellen geleistet wird“, sagte er, „und wir werden davon in 10, 15 Jahren profitieren“.

Ganz direkt und aktuell profitieren von den nun ausgezeichneten Projekten Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere Flüchtlinge. Beispielsweise an den Kommunalen Gemeinschaftsunterkünften (KGU) haben Inge Viezens, Petra Lübbering und Udo Herreilers das Projekt „Fahrräder für Flüchtlinge am Fliegerhorst“ initiiert.

Sie sammeln und reparieren dort mit reichlich Unterstützung Fahrräder und stellen diese geflohenen Menschen – mittlerweile schon über 300 – für ein kleines Pfandgeld zur Verfügung.

Die Flüchtlinge werden dabei auch selbst aktiv und packen kräftig mit an. Das Projekt wurde deshalb mit einem Preisgeld von 3000 Euro, einer Urkunde und einer Skulptur ausgezeichnet.

Der zweite Preis (2000 Euro) geht an die Gruppe Global Music Player mit dem Projekt „Begegnung und Zusammenarbeit von Musikerinnen und Musikern und Künstlerinnen und Künstlern aus unterschiedlichen Herkunftsländern“. Kinder, Jugendliche und Erwachsene bündeln hier ihre musikalischen und künstlerischen Qualitäten, erleben so wertvolle Momente in Gemeinschaft.

Mit dem dritten Preis (1000 Euro) wird die IGS Flötenteich ausgezeichnet, hier in Kooperation mit der Zirkusschule Seifenblase und dem Institut „Integration durch Sport und Bildung“. Ihr Projekt „Vom Open Sunday zum Zirkusbrunch“ ist ein niederschwelliges Freizeitangebot, bei dem Kinder – von jugendlichen Paten begleitet – Artistik trainieren und die Ergebnisse beim „Zirkusbrunch“ präsentieren. Eltern werden dabei kochend oder gestalterisch in die Vorbereitung eingebunden.

Gleich 26 Beiträge gab es zum Integrationspreis 2015, der die Förderung des friedlichen und toleranten Zusammenlebens auszeichnet. Diese hohe Zahl belegt die Bedeutung, aber auch die Vielfalt der hiesigen Angebote.

„Sie machen das Leben vieler Menschen leichter und schöner“, rief die Integrationsbeauftragte Dr. Natalia Petrillo den „Brückenbauern“ zu. Und: „Die ganze Stadt setzt ein wichtiges Zeichen, dass Integration hier möglich ist – auch wenn viele Herausforderungen auf uns warten.“