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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Die drei ??? und der unglaubliche Bühnenerfolg

14.03.2017
Frage: Viele Menschen hören Hörspiel-Kassetten abends zum Einschlafen. Warum kommt es bei Ihrem Publikum zu keinen Müdigkeitserscheinungen?
Christoph Landwehr: Nee, das gönnen wir unserem Publikum nicht. Dafür ist es zu laut und bunt. Der grundsätzliche Gegensatz unserer Shows zu Hörspielen, die man zum Einschlafen nutzt, ist ja, dass wir etwas fürs Auge bieten. Bei diesen wunderschönen Schauspielern in verrückten Kostümen auf der Bühne – da kann doch niemand einschlafen.
Frage: Im Original-Hörspiel „Die drei ??? und der grüne Geist“ suchen die Detektive nach einer unter mysteriösen Umständen verschwundenen Perlenkette. Werden die Fans von Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews die Geschichte in Ihrer Fassung überhaupt noch wiedererkennen?
Landwehr: Für die Fans der drei ??? ist das nicht schwer. Sie werden die Geschichte schon wiedererkennen, obwohl wir eine Menge verändert haben. Wenn das Vollplaybacktheater die Chance hat, einen echten Geist auf die Bühne zu bringen, den es letztlich in dem Hörspiel so gar nicht gibt, dann werden wir uns diese Gelegenheit natürlich nicht entgehen lassen. Ich würde aber behaupten, dass die Geschichte diesmal klarer wiederzuerkennen ist, als das in unseren vorherigen Shows der Fall war.
Frage: Das Vollplaybacktheater hat sich schon in der Vergangenheit bei anderen Hörspielen oder Filmen bedient, um die abstrusen Handlungen fortzuführen. Welche ominösen Figuren tauchen diesmal auf?
Landwehr: Na klar, das gehört bei uns dazu. Darauf warten die Leute. Wir haben ein Publikum, das nicht nur speziell aus Hörspiel- oder „Die drei ???“-Fans besteht, sondern das sind ja alles Medien-Nerds. Wir haben durchaus schon Leute im Publikum entdeckt, die da mit Zettel und Stift sitzen und abhaken, wenn eine Figur auftaucht, die sie erkennen. Das setzen wir gerne so fort. Das ist ein großer Reiz an dem, was wir da machen. Insofern tauchen auch in der aktuellen Show jede Menge alter Bekannter auf – von 80er Jahre-Helden wie Pan Tau oder Marty McFly aus „Zurück in die Zukunft“ bis zu John Sinclair, der ja bei uns beinahe schon Stammgast ist. Den „drei ???“ kommen aber auch Meister Yoda, Michael Jackson, Hannibal Lecter, Batman und die Ghostbusters in die Quere.
Frage: Wie hat das eigentlich vor 20 Jahren alles angefangen? Wie ist die Idee entstanden?
Landwehr: Einer von uns hatte die Schnapsidee – und das ist buchstäblich gemeint. Dann gab’s ein paar Aufführungen als Prototyp, die großen Spaß gemacht haben. Irgendwann kam jemand, der fragte, habt ihr nicht Lust, eine Tour zu machen? Im Laufe der Zeit ist das immer größer geworden. Das hatte nichts mit einem Plan zu tun, schon gar nichts mit einer Zukunftsvision, sondern es ist einfach passiert. Und dann stellt man plötzlich fest: Huch, jetzt sind wir erwachsen.

Wo es Karten gibt

Das Vollplaybacktheater (VPT) aus Wuppertal spielt in diesem Jahr zwischen Januar und Mai knapp 60 Shows – 35 waren bzw. sind ausverkauft.

In Oldenburg präsentiert das VPT am Donnerstag, 13. April, „Die drei ??? und der grüne Geist“ in der Weser-Ems-Halle. Beginn ist um 20 Uhr. Karten kosten zwischen 23,50 und 29,50 Euro. Sie sind erhältlich bei Nordwestticket-Vorverkaufsstellen (u. a. im NWZ-Medienhaus an der Peterstraße) und online

www.nwz-events.de

    www.mitunskannmanreden.de

    www.vpt.de

Frage: Wie entsteht aus einer 50-minütigen Hörspiel-Vorlage eine 120-Minuten-Show?
Landwehr: Mit viel Brainstorming und vielen verrückten Ideen. Es ist so, dass wir uns eine Hörspielfolge oder Filmspule als Grundgerüst nehmen. Dann sind wir schon mitten in den Proben. Wann immer uns eine fixe Idee kommt, wann immer jemand etwas anderes sagen könnte. als es im normalen Drehbuch steht, dann machen wir das einfach. Dann schneiden wir in die Tonvorlage andere Originale hinein und schauen, ob der Witz funktioniert. So pumpen wir das Stück zur Show-Größe auf.
Frage: Sie machen eine Hörspiel-Adaption, ohne ein Wort zu sprechen – warum klappt das so gut?
Landwehr: Ich kann das gar nicht wirklich erklären, obwohl ich auch an mir selbst gemerkt habe, dass das funktioniert – als Zuschauer vor vielen Jahren, bevor ich eingestiegen bin. Das ist einfach eine gute Idee gewesen. Es ist per se ein Witz, Vollplayback zu sprechen. Es funktioniert, verschiedene Sachen zusammenzuschneiden, ein Potpourri der Pop-Kultur auf die Bühne zu bringen. Und es liegt auch daran, dass wir nach 20 Jahren immer noch das erste und einzige Vollplaybacktheater der Welt sind. Es gibt einfach niemanden, der es nachgemacht hat. Das ist ein Riesen-Alleinstellungsmerkmal. Wenn wir auf die Bühne gehen, kann keiner fragen, welche Truppe ist das denn. Es ist einfach d a s Vollplaybacktheater.
Frage: 2015 stand das Vollplaybacktheater vor einem finanziellen Scherbenhaufen, nachdem sich der frühere Tourveranstalter mit den Vorverkaufseinnahmen aus dem Staub gemacht hatte. Ist das alles abgehakt?
Landwehr: Bei uns in den Köpfen ja. Seit dem Crash sind wir zum zweiten Mal auf Tour. Auch letztes Jahr sind die Shows mit dem „Phantomsee“ sehr gut gelaufen. Offensichtlich haben die Zuschauer ganz klar verstanden, dass es nicht wir waren, die das Geld verzockt haben, sondern jemand anderes. Sie haben ihren Ärger nicht auf das Ensemble projiziert. Sie haben uns die Treue gehalten und sind wiedergekommen. Wir waren uns anfangs nicht sicher, ob das so sein würde. Es hat sich aber alles ganz wunderbar entwickelt. Mir hat gerade nach den ausverkauften Shows in Hamburg jemand gemailt, dass der ganze Ärger, den es damals mit den Tickets gegeben hatte, vergessen ist. Schwamm drüber. Offiziell läuft das Insolvenzverfahren gegen den damaligen Veranstalter – keine Ahnung, ob da irgendwann einmal etwas bei herauskommt.
Frage: Und das nächste Stück ist schon in Arbeit?
Landwehr: Ja, es ist natürlich noch nicht fertig. Wir haben die aktuelle Show noch in unserem 19. Jahr produziert. Die nächste wird eine Jubiläumsshow. Dass wir etwas Besonderes planen, kündigen wir auf dieser Tour auch jeden Abend an. Was es sein wird, werde ich aber noch nicht verraten.
Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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