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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Junge Hörer sind Tieren auf der Spur

17.10.2015

Oldenburg Tiere im Zoo sind natürlich leicht zu erkennen. Doch wo und wie tauchen sie eigentlich in der Musik auf?

Auf Spurensuche begaben sich am letzten Schultag vor den Herbstferien Schüler und Schülerinnen fünfter Klassen aus Jaderberg und Oldenburg. Im Kleinen Haus des Staatstheaters stand die Premiere von „Kinder im Orchester“ an. Dass letztere fündig geworden waren, zeigte der Beifall: Und auch die „Zugabe“-Rufe blieben nicht ohne Echo – mit einem beeindruckenden Kontrabass-Solo samt Harfenbegleitung zum Elefanten aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns.

Das Oldenburgische Staatsorchester unter der Leitung von Thomas Honickel, der das Konzept erstellt hatte und als Moderator locker durch diese ungewöhnliche Schulstunde führte, hatte sichtlich Spaß daran, den Kindern verborgene Laute und Stimmungen aus dem Tierreich in klassischen Musikstücken nahezubringen.

Auch an ansprechenden Kulissen fehlte es nicht: Elefant, Tiger und Co. befanden sich zwischen den Musikern auf der Bühne. Über dem Orchester schwebten kleine Tierkulissen, die heruntergelassen wurden und die musikalischen Tierszenen veranschaulichten.

Was war das noch gleich, was man zwar kannte, einem aber nicht so spontan einfiel? Natürlich: Die Begrüßungsmelodie zur Sendung mit der Maus – und zu diesem Programm. Da fühlte man sich sofort wie zu Hause.

Drei auf einem Ast sitzende Vögel hatten Regenschirme aufgespannt. Das leitete zu den „Vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi über und zu einem Rätsel. Drei Duos traten gegeneinander an und erhielten die Aufgabe, Symbolkarten den jeweiligen Musikbeispielen aus den Jahreszeiten zuzuordnen. Das war eine anspruchsvolle Aufgabe, und selbst erwachsene Hörer lösten sie nicht auf Anhieb.

Vorstellungskraft und Logik waren in den anschließenden Musikbeispielen gefragt. Honickel und das Staatsorchester zerlegten die tierischen Beispiele bis ins kleinste musikalische Detail, erklärten sie und förderten so die Aufmerksamkeit der Kinder, genau ins Orchester zu hören.

Ottorino Respighis Tauben gurrten, nickten ständig und plusterten sich auf. Harfe und Xylofon tanzten mit Trippelschritten durchs Vogelhaus von Saint-Saens „Kolibris“.

Erstmals dabei waren auch zwei Opernsängerinnen: Anna Avakian und Yulia Sokolik. Sie sangen ein Duett aus „Hänsel und Gretel“. Dabei verirrten sie sich im Wald, weil sie einem musikalischen Kuckuck gefolgt waren. Im zweiten Duett miauten sie minutenlang auf unterschiedliche Weise im berühmten Katzenduett von Gioachino Rossini.

Höhepunkt war die Filmmusik aus „Jurassic Park“. Der ist erst ab 16 Jahren zugelassen. Also fragte Honickel schmunzelnd: „Wer ist hier 16?“ Das waren zwar die wenigsten, doch den meisten Fünftklässlern war der Soundtrack vertraut. Schule könnte häufiger so sein, wie Finn bekundete: „Ich habe mich überhaupt nicht gelangweilt!“

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