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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

„KDK“ bekommt den Fuß in die Tür

12.03.2015

Oldenburg Karl-Dieter Karl ist ein ziemlich überdrehter Zeitgenosse. Er ist von sich absolut überzeugt, geht aber trotzdem irgendwie immer leer aus. Als Außendienstler ist der Single ständig auf Achse, bekommt das eigene Bett selten und eine Frau gar nicht zu sehen. „Einmal öfter gestrandet als erfolgreich gelandet“, lautet der Spruch, mit dem der Klinkenputzer sein Dasein beschreibt. Schon als Kind hat „KDK“ versucht, anderen auf dem Schulhof seine Lollis anzudrehen.

In dieser Kunstfigur steckt auch ein bisschen etwas von ihm selber, muss Michael Heeren gestehen. Der 36-Jährige persifliert in der Rolle des Karl-Dieter Karl das Treiben eines rastlosen Vertriebsmenschen – und damit ein Metier, das er selber aus dem Effeff kennt: Wenn er nicht auf der Bühne steht und mit seinem Comedy-Programm Menschen zum Lachen bringt, ist der Oldenburger als Selbstständiger unterwegs, um Networkmarketing im Gesundheitsbereich zu betreiben. „Von dem, was man da so erlebt, kann man einiges gebrauchen“, sagt Heeren. Einen stellvertretenden Chefredakteur, einen Polizisten und einen Hausmeister gibt es bereits in der Ulk-Landschaft – so kam Heeren auf die Idee, einen Außendienstler als Comedy-Charakter zu kreieren: „So einen Typen hat die Welt noch nicht gesehen.“

Sein komödiantisches Talent hat der 1979 im französischen Colmar („meine Eltern haben da Urlaub gemacht“) geborene Heeren schon früh entdeckt. In der Schule sei er der Klassenclown gewesen, gibt er zu. Das habe ihm zwar im Unterricht bisweilen Ärger bereitet, spätestens bei der Programmgestaltung der Abschlussfeiern sei er mit seinen Qualitäten aber wieder gefragt gewesen. Schon als Kind hat er sich für Heinz Erhardt und später für den von Dirk Bielefeld verkörperten Polizeitrottel, den „Herrn Holm“, begeistert: „Ich mag dieses Spiel mit Sprache.“ Genial findet er auch Otto und Loriot. Die Sketche seiner Vorbilder hat er mit 15 Jahren in seiner ersten selbst organisierten Comedy-Show verarbeitet. 500 Leute waren damals begeistert.

Comedy-Show mit Musik

Eine Comedy-Show in der Kulturetage bestreitet Michael Heeren am Freitag, 17. April. Beginn ist um 20 Uhr. Einlass ist ab 19 Uhr. Das Motto des Abends lautet: „Comedy meets Music“. Comedian Heeren wird dabei in verschiedene Rollen schlüpfen.

Die Moderation übernimmt Rabih Rabea Hijazi. Für den musikalischen Teil sorgen Schlagersängerin Claudia Calidri, ehemalige Miss Sachsen-Anhalt, und der amerikanische Soulsänger Alphonso Williams.

Karten:

www.kulturetage.de

Karten:www.ticket2go.de

Heinz Erhardt und „Herr Holm“ sind bis heute seine Paraderollen geblieben. Aufgetreten ist er – auch als Stand-up-Comedian – u. a. in Kneipen, bei Hochzeitsfeiern, Geburtstagen, Firmenjubiläen und Stadtfesten: „Wo gelacht werden soll, bin ich da.“

Künftig möchte er seine Figur „KDK“ weiterentwickeln: „Lieber ein eigenes Haus als zur Miete wohnen.“ Einfälle kommen ihm vorwiegend nachts. „Wenn’s dunkel wird, gehen bei mir die geistigen Lichter an. Zettel und Stift liegen immer auf dem Nachttisch.“ Über den Tag hinweg gibt er dann seinen Ideen den Feinschliff bis zur Pointe. Ob die zündet, zeigt sich im engsten Freundeskreis. „Erst wenn auch der Mega-Kritische überzeugt ist, kann ich’s bringen“, erklärt der Komiker.

Seit einem Jahr lebt Michael Heeren in Oldenburg – für ihn, der im ostfriesischen Norden aufgewachsen ist, ein Schritt in die „große, weite Welt“. Weitere sollen folgen: An diesem Sonnabend steht er bei der Ufa-Talentshow in Papenburg auf der Bühne. Davon, dass er jetzt zur „Talentbase“ des Filmunternehmens gehört, verspricht sich der Humorist eine Menge. Am 17. April will er versuchen, die Kulturetage mit einer bunten Programm-Mischung zu füllen und unter dem Motto „Comedy meets Music“ eine neue Reihe mit wechselnder Besetzung zu etablieren. Und im Sommer ist er von RTL zum Comedy Grand-Prix eingeladen worden: „Da freu’ ich mich wahnsinnig drauf.“

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