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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Keine Klischees mehr erwünscht

15.02.2014

Oldenburg Keine Klischees zum Thema Frauenbewegung: Das ist Projektleiterin Kornelia Ehrhardt wichtig. Ab Sonntag, 16. Februar, wird die Sonderausstellung „frauen.oldenburg – Vom Tomatenwurf bis zur Frauenquote“ im Stadtmuseum gezeigt.

Keine Verherrlichung

Zitate von Frauen, lilafarbene Strickpullis, veraltete Gesetzestexte, Literatur, Tonaufnahmen und viele andere Materialien werfen Schlaglichter auf die Geschichte der Oldenburger Frauenbewegung. „Wir möchten die Entwicklung in den 1970er- und 1980er Jahren dokumentieren; nicht verherrlichen“, betont Ehrhardt, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Oldenburg, und erklärt, dass sich die Bewegung gegen den verengten Blick, bei dem der Mann das Maß der Dinge sei, richtet.

Die Ausstellung gliedert sich in vier Bereiche, angefangen bei den Hintergründen der Frauenbewegung, so Museumsdirektor Dr. Friedrich Scheele. Bilder von Demos gegen den Abtreibungsparagrafen 218 werden gezeigt.

Die Aktionen und Projekte der Frauen in Oldenburg und umzu hat das Zentrum für Frauengeschichte (ZFG), das sich 1990 gründete, erarbeitet. Etta Bengen vom ZFG hob eine schriftliche Absage auf die Bewerbung einer Frau von 1971 hervor, die mit folgendem Nachtrag endete: „Wir machen Sie abschließend darauf aufmerksam, dass für den Beruf des Kameramanns ausschließlich männliche Bewerbungen Berücksichtigung finden.“

Meterlange Transparente

In diesem zweiten Teil wird auch das Bild eines 98 Meter langen Transparentes gezeigt, das 1985 um das Rathaus gewickelt wurde. Damit demonstrierten Oldenburgerinnen für ein Frauenbüro.

Realität wurde dies 1988. Die mittlerweile über 25-jährige Arbeit des Frauenbüros bildet den dritten Teil der Ausstellung. Wie in Ratssitzungen dafür und dagegen argumentiert wurde, ist in Auszügen von Protokollen nachzulesen.

Im „Gender-Atlas“ des vierten Ausstellungsteils sind Zahlen, wie zum Beispiel der Versorgungsgrad an Kinderbetreuung, nachzulesen. Überhaupt wird in diesem Teil die Brücke zur Gegenwart geschlagen; Zitate zur Frauenquote prangen an den weißen Wänden. Eine Quotenfrau zu sein sei nicht Verwerfliches, es gebe genügend Quotenmänner, ist dort etwa zu lesen,

Ergänzt wird die Ausstellung durch Installationen von Studierenden des Instituts für Materielle Kultur der Universität Oldenburg. Unter der Leitung von Norma Mack haben sie beispielsweise eine silberne Korsage – sinnbildlich für gesellschaftliche Zwänge – entworfen.

Eröffnet wird die Ausstellung am 16. Februar um 11 Uhr. Bis zum 16. März ist die Ausstellung dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr zu sehen.


  p @ www.frauen.oldenburg.de 
NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter www.nwz.tv/stadt-oldenburg @ Mehr Bilder unter www.NWZonline.de/fotos-oldenburg   www.nwz.tv/stadt-oldenburg p @ mehr bilder unter www.nwzonline.de/fotos-oldenburg 
Evelyn Eveslage Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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