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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

PREMIERE: „Kerle sind doch alle gleich“

15.09.2007

OLDENBURG Schon wieder Orpheus und Eurydike? Das mag sich mancher mit Blick auf die erste Premiere der 175. Spielzeit im Oldenburger Staatstheater am kommenden Sonntag fragen. Ja, lautet die Antwort – nur eben nicht ernst, sondern diesmal komisch. Nach Willibald Glucks Oper „Orphée et Euridice“ gibt es also nun „Orpheus in der Unterwelt“, eine Parodie von Jacques Offenbach.

Regie führen passenderweise zwei Kabarettisten. Gabi Rothmüller und Alexander Liegl spielen und inszenieren seit Jahren unter anderem am Münchner Lustspielhaus. Erstmals inszenieren sie nun eine Operette, die sie als solche nicht groß verändern wollen. „Es ist es eine Operette ohne Schnulzigkeit geblieben“, sagt Liegl, der das Werk von 1858 bearbeitet hat.

Darin avancieren Orpheus (Daniel Ohlmann) und Eurydike (Sarah Papadopoulou) vom leidenschaftlichsten Liebespaar zum kaputtesten Ehepaar der Mythologie. Beide haben sich schon lange nichts mehr zu sagen und würden sich gerne trennen, wäre da nicht die öffentliche Meinung. „Ohne Mythos wäre das Stück nach vier Minuten zu Ende“, sagen die Regisseure. So aber geht es zu den weiteren Schauplätzen.

Am Olymp angekommen, merkt Eurydike schnell, das dort nichts los ist und „die Kerle alle gleich sind“, sagt Regisseurin Gabi Rothmüller. Anders in der Unterwelt, „da geht die Party richtig los“. Und weil in einer Parodie alles verdreht wird, ist sogar ein unmoralisches ein gutes Ende.

Musikalisch präsentieren Staatsorchester, Opernchor und insgesamt 13 Solisten (u.a. Paul Brady, Stefan Vitu, Henry Kiichli, Marcia Parks und James Bobby) bekannte Melodien wie zum Beispiel den höllischen Cancan. Choreografin Doris Greza hat den Göttern, sprich Opern- und Chorsolisten, zudem schmissige Tänze beigebracht.

Die Bühne hat Peter Engel ansprechend gestaltet. Eine riesige Geburtstagstorte spielt im Jubiläumsjahr eine große Rolle. Der Olymp ist eine Schokoladenwelt, in der statt säuselnder Engel fleißige Konditoren süße Düfte verströmen (Kostüme: Dinah Ehm).

Zwei neue Ensemblemitglieder stellen sich dem Publikum vor. Der aus dem Saarland stammende Tenor Thomas Burger (Merkur) studierte Musik, Geschichte und Sologesang. Sein erstes Festengagement trat er 2004 am Theater Pforzheim an. Die Sopranistin Sarah Papadopoulou (Eurydike) ist in Hamburg aufgewachsen und studierte Operngesang. Während ihres Studiums war sie bereits durch Gastverträge an der Oper Leipzig sowie am Theater Altenburg-Gera engagiert, später gehörte sie zum Ensemble des Internationalen Opernstudios der Vlaamse Opera in Gent/Belgien.

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