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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Die Macht der jungen Bücher

07.11.2017

Oldenburg Sind Kinderbuchautoren und -illustratoren die besseren Menschen? Nun, mit Blick auf die gefühlt zahllosen bunten Arbeiten und noch mehr Geschichten (tatsächlich sind es allein rund 2500 Neuerscheinungen), die ganz aktuell im Kibum’schen Blätterwald an der Peterstraße zu finden sind, scheint es gar ein bisschen so zu sein.

Auch wenn Polen nun doch ein paar Kilometer entfernt liegt und die dort lebenden Autoren in der deutschen Sprachlandschaft vielleicht nicht ganz zu Hause sind, so vermögen ihre Zeilen und Zeichnungen dennoch jede Menge Fernwärme bis nach Oldenburg zu liefern.

Lesen Sie in unserem Spezial alles zur Kinderbuchmesse Kibum

„Ich erlebe Autorinnen und Autoren und überhaupt Akteure der Kinderbuchszene oft als besonders sensible und sensitive Menschen, die sich Gedanken machen um ihre Klientel – die Kinder“, sagt die hier federführende Regina Peters dazu, „viele haben in ihrer eigenen Kindheit die Erfahrung gemacht, dass das Lesen und Bücher ihnen Welten erschlossen haben. Sie wissen um die potenzielle Wirkungsmächtigkeit von Kinder- und Jugendbüchern.“

Nicht nur, aber auch aus diesem Grund bleibt die Kibum ihrem Anspruch der Leseförderung treu – „das ist ja unsere Motivation“, heißt es dazu kurz und knapp.

Schon deutlich langwieriger erscheinen da die Bemühungen, möglichst viele Kinder und Jugendliche zu erreichen, möglichst viele Buchstaben unters junge Volk zu bringen. Und das sind ja schließlich rund 30 000 Besucher jährlich. Geht da künftig vielleicht noch etwas mehr? „Wir haben mit der Kibum sehr viel erreicht und schöpfen unsere Möglichkeiten schon maximal aus“, sagt Peters. Dazu zählen sicherlich auch die Nachfolgetermine, die Oldenburgs Kinder- und Jugendbuchmesse im Anschluss nach Lörrach, Ulm und Verden führt, wie seit Jahrzehnten schon.

Bei aller Globalisierung stand vor einiger Zeit auch eine Reise außer Landes auf der To-Do-Liste der Macher: „Spannende Pläne einer Kibum in Istanbul waren äußerst konkret“, sagt Peters, „mussten dann aber leider aus politischen Gründen kurz vor ihrer Realisierung abgebrochen werden.“

Vielleicht lassen sich derartige Pläne in ein paar Jahren noch einmal angehen, schließlich steht 2024 ja das große Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen dieser Messe an – was durchaus als „perfekter Anlass“ bezeichnet werden darf.

Bis dahin werden aber noch viele, viele Kinderbuchseiten beschrieben und bemalt. Die aktuellsten, schönsten und „besondersten“ Werke (auch) aus Polen finden sich noch bis zum 14. November im PFL in Oldenburg. Und reichlich Fernwärme inklusive.

10-18 Uhr, Artothek und BBK-Galerie, Peterstraße 1: : Ausstellung „Oh, wie schön ist... Bilderbuchkunst von Janosch“

10-18 Uhr, Kinderbibliothek am PFL: Ausstellungen „Alle Welt und noch viel mehr – Illustrationskunst von Aleksandra Mizielinska & Daniel Mizielinski“ und „,Hier lese ich!’ – Polnische Plakatkunst“

15.30 Uhr und 16.30 Uhr, PFL, Peterstraße, Seminarraum 5: Rouwen Huwald liest und spielt „So müde und hellwach“, Kinder bis 3 Jahre

15.30 und 16.30 Uhr, Artothek, Peterstraße 1: Sophia Lierenfeld spielt und erzählt „Riesenparty für den Tiger“, Kinder ab 4 Jahren

16 bis 16.50 Uhr, Forum St. Peter, Peterstr. 22-26: Piotr Socha liest „Bienen“, Kinder ab 6 Jahren

Multimedial:NWZ-Dokumentation zur Kibum:


  nwzonline.de/kibum2017 

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