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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kirche im Bauhaus-Stil wird 50 Jahre

18.01.2013

Ofenerdiek Die vergangenen zwölf Monate waren sehr arbeitsreich für Jens Teuber. Der 46-jährige Pfarrer hat das Jubiläumsjahr der Thomas-Kirche der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Ofenerdiek gemeinsam mit einem Team aus zwölf Freiwilligen vorbereitet. Die Kirche steht seit 50 Jahren, am 6. Juni 1963 wurde sie geweiht.

Bei seinen Recherchen und Vorbereitungen hat Teuber vieles über die Geschichte seiner Gemeinde und der Kirche gelernt. Besonders beeindruckt hat ihn dabei der Gründungspastor der Thomas-Kirche, Martin Tovote. „Er war in der Gemeinde hoch geachtet“, berichtet Teuber. Unermüdlich habe er sich seinerzeit für die Gründung der Kirchengemeinde und für den Bau der Thomas-Kirche eingesetzt. In der Gemeinde erzählt man sich dazu gern folgende Geschichte: Tovote, der als Soldat im Zweiten Weltkrieg kämpfte und dann in Kriegsgefangenschaft geriet, fasste im Schützengraben den                                                                                                Gedanken: „Wenn ich das überlebe, baue ich eine Kirche“. Das sei natürlich nur eine Legende, sagt Pfarrer Teuber. „Ein wahrscheinlicherer und vor allem historischer belegbarer Grund für den Bau der Kirche ist, dass Oldenburg im Krieg relativ unversehrt geblieben war und daher viele Flüchtlinge hierher kamen“, sagt er. Vor allem die Stadtränder wuchsen rasant und so wurden in den 50er und 60er Jahren Schlag auf Schlag etliche Nachkriegskirchen gebaut.

Die Thomas-Kirche ist in dieser Reihe die letzte gewesen. Und architektonisch ist sie eine ganz typische Vertreterin ihrer Zeit, sagt Teuber. Entworfen wurde sie vom Architekten Willi Schröder, für die Innengestaltung zeichneten der Bauhaus-Künstler Wolfgang Tümpel und die Ofenerdieker Künstlerin Thea Giebel-Koch, die das große Buntglasfenster gestaltete, verantwortlich. „Die Kirche kommt zwar auf den ersten Blick sehr nüchtern daher, aber wenn man genau hinsieht, gibt es unglaublich viel zu entdecken“, schwärmt Teuber. Diese Besonderheiten – von der Gestaltung und Positionierung des Taufstein bis hin zum kostbaren Abendmahlgeschirr im Bauhaus-Stil und dem Thomasfenster – möchte der Pfarrer allen Interessierten bei einer Veranstaltung am 29. Mai aufzeigen.

Die Veranstaltung gehört in die Reihe der 39 Jubiläumsfeierlichkeiten, die Pfarrer Teuber und sein Team erarbeitet haben (Termine im Januar und Februar siehe Info-Kasten). „Das Jahr steht unter dem Motto ,Zweifeln und Staunen‘ und soll sowohl Kinder und Jugendliche als auch Familien und Senioren ansprechen“, berichtet der 46-Jährige.

Der Mottoteil „Zweifeln“, so erklärt er, beziehe sich auf den zweifelnden Jünger Thomas, den Namensgeber der Kirche. Das Staunen wiederum soll auf all das hinweisen, was in den vergangen 50 Jahren in der Gemeinde alles passiert ist.

Und auch in Zukunft soll es keinen Stillstand geben. So soll zum Bespiel noch in diesem Jahr der Kirchturm umfassend saniert werden: „Zum Weihefest klappt es aber leider nicht mehr.“

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