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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

St. Josef: Kirche unterstützt afrikanischen Pfarrer

15.10.2015

Bümmerstede Sie stehen kurz vor der Entbindung, haben hohes Fieber oder erleiden einen Kreuzbandriss. Sie benötigen dringend ärztliche Hilfe. Sie haben kein Auto zur Verfügung – die Straßen sind ohnehin viel zu schlecht, um darauf zu fahren. Das nächste Krankenhaus liegt allerdings 160 Kilometer entfernt. Ein Ding der Unmöglichkeit? Nicht für die Bewohner des afrikanischen 4000-Seelendorfes Shenga in der Demokratischen Republik Kongo.

Pfarrer Dr. Marcel Kilombo ist Priester in der Gemeinde Shenga. Bis zum vergangenen Wochenende war er wieder in Oldenburg zu Besuch, um wieder einmal die Urlaubsvertretung für Pfarrer Christoph Sibbel von der Kirchengemeinde St. Josef zu übernehmen. Er kann sich noch gut daran erinnern, wie es war, als er vor einigen Jahren erstmals nach Shenga kam. Die Situation dort erschütterte ihn: „Frauen haben ihre Kinder auf dem Boden entbunden. Nachts konnte nicht operiert werden, da keine Stromversorgung vorhanden war.“ Keine Seltenheit im Kongo. „Meine Schwester ist an einer Blinddarmentzündung gestorben“, erzählt Kilombo.

Der 62-Jährige kam damals auf die Idee, eine Krankenstation zu errichten. Mit Hilfe der Katholischen Pfarrämter St. Josef (Bümmerstede)/St. Michael (Kreyenbrück) und St. Marien (Friesoythe), die bereits seit Jahrzehnten eine enge Verbindung zum kongolesischen Pfarramt pflegen, konnte er mehr als 70 000 Euro  € Spendengelder einsammeln und seinen Plan verwirklichen. Es entstand der Verein „Hilfe für Shenga“.

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Es hat lange gedauert, doch nach und nach wurden mehr Materialien zum Aufbau und später Medikamente nach Shenga gebracht. „Sehr abenteuerlich. Es ist schon beeindruckend, was da für Wege zurück gelegt werden und besonders auf welche Art! Das kann sich hier ja kaum einer vorstellen“, meint Christian Schramm, Provisor der Pfarrgemeinde St. Josef. Denn die Baumaterialien mussten von den einheimischen Helfern mit dem Fahrrad über 50 Kilometer in das kleine Dorf gebracht werden.

2010 wurde die Krankenstation in Betrieb genommen. Heute arbeiten dort ein Arzt und zwei Krankenschwestern. Finanziert werden auch sie von Spenden aus Oldenburg und Friesoythe. Seit drei Jahren hat der Arzt ein Motorrad, damit er auch in die umliegenden Dörfer fahren kann, um den dortigen Bewohnern zu helfen. Solar-Module wurden installiert. Eine OP-Lampe konnte montiert werden, und so besteht endlich die Möglichkeit, auch bei Nacht operieren zu können – Notfälle und Schwangerschaften nehmen keine Rücksicht auf unangenehme Tageszeiten.

Derzeit wird an einem Brunnen gebaut, damit die Einwohner für ihr Wasser nicht mehr zwei Kilometer zum Fluss laufen müssen. „Es geht gut voran, und die Leute sind sehr froh über die Hilfe, die sie von außen bekommen.“ Pfarrer Kilombo lächelt während er dies sagt.

Auch Sie können helfen.


Mehr Infos unter   www.shenga.de 
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