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Premiere: Klangfarben für Ohren und Augen

01.09.2016

Oldenburg Wie klingt eigentlich gelb? Und was passiert, wenn gelb und blau aufeinander treffen? Und kann grün wirklich quietschen?

Das neue Theaterstück „Morgen werde ich lautmalen“ für Zuschauer ab 2 Jahren versucht am Sonntag, 4. September, ab 16 Uhr im Theater Wrede eine Antwort auf diese Fragen zu finden. Erstmals arbeiten Musiker Winfried Wrede und Künstler Helmut Feldmann in diesem Rahmen zusammen. Musik und Bildende Kunst werden auf der Bühne zu einer Einheit. Was still und farblos beginnt, entwickelt sich zu einem leisen Klangspiel und ersten Pinselstrichen. Aber was passiert dann? Bunte Farbtupfer und eine Melodie, die sich ihre Farben zu suchen scheint, erwarten den Zuschauer.

Farbtöne und Klangfarben finden im Stück daher zu einer ganz eigenen Harmonie. Der Pinsel wird zum Dirigierstab und andere Mal-Utensilien werden zu Instrumenten: Deckel, Pinsel und Glas bleiben nicht alleine Werkzeuge eines Malers, sondern werden auch zum Musizieren verwendet. Weiterhin finden Instrumente aus dem sogenannten Orff Instrumentarium, wie Maultrommel, Marimba, Glockenspiel oder auch Grand-Piano ihren Platz im Stück. Das Lautmalen wird in der etwa 30-minütigen Inszenierung somit wortwörtlich genommen.

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„Die Stücke sind assoziativ angelegt“, beschreibt Marga Koop, Künstlerische Leiterin, die Theaterreihe „2+“. Dabei wird von Abstraktem, wie einem einzelnen Ton oder einem einzelnen Strich auf das Konkrete, wie einer ganzen Harmonie oder einem Bild, hingearbeitet.

Das Stück soll „breit gehalten“ werden und „braucht deshalb auch keinen Text“, beschreibt Koop weiter. In den letzten Stücken wurde teilweise stimmlich gearbeitet, aber selbst darauf soll dieses mal verzichtet werden, erklärt Koop. Mit der neuen Inszenierung geht die Reihe Theater 2+ in die vierte Runde, nachdem 2010 „Die Hausschnecke“ Premiere feierte und in den folgenden Jahren „Sching schang-hui“ und „Sonne, Wolke, Meer... Bär“ (2014) aufgeführt wurde. Eine frühe Konfrontation mit dem Medium Theater soll die sinnliche Wahrnehmung schon frühzeitig fördern. Neben der stetig wachsenden Medialisierung der Welt bilde die Bühne im Alltag einen Gegenpol. Nicht nur für Kinder – so die Idee – sondern auch für Erwachsene sei diese Förderung wichtig. Überdies bekämen mit der Reihe ebenso Menschen mit geringen Deutschkenntnissen die Chance auf einen Theaterbesuch.

Regie führte bei der Inszenierung Gudrun H. Lelek, während Bernhard Weber-Meinardus sich um die Gestaltung der Bühne kümmerte. Kostüme stammen von Albena Kaptebileva.

Weitere Vorstellungen sind am 16. Oktober und 6. November (jeweils 16 Uhr).


  www.theaterwrede.de 
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