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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Klönen bei Kohl und Kaffee

23.03.2016

Dammtor /Bürgerfelde Das Lokal gibt es längst nicht mehr, viele der früheren Gäste halten aber noch Kontakt. Und immer dann, wenn es auf Kohlfahrt geht, dann geht es auch um die Erinnerungen an die Gaststätte „Dammtor“ am Damm.

Von der Liebe angelockt

In den 1960er und 1970er Jahren war das „Dammtor“ ein beliebter Szene-Treffpunkt für junge und jung gebliebene Menschen aus allen Gesellschaftsschichten. Das lag nicht zuletzt an dem französischen Wirt Jean-Jacques Marionneau, von allen „Zaza“ genannt, den die Liebe zu seiner späteren Frau Barbara nach Oldenburg gelockt hatte. „Er stand nicht nur am Zapfhahn, sondern er war auch ein hervorragender Koch“, sagt einer der damaligen Stammgäste, Jürgen Neunaber. „So mancher Oldenburger schwärmt noch heute von seinem französischen Essen und vor allem von seiner legendären Zwiebelsuppe“, weiß er.

In dieser Zeit damals wurde auch die Idee der Dammtor-Kohlfahrt geboren, die immer viel Zuspruch erfuhr und hinterher für reichlichen Gesprächsstoff sorgte. Auch nachdem Zaza Oldenburg verlassen und in München das Feinschmeckerlokal „Les Halles“ betrieb, wurden weiterhin Kohlfahrten organisiert, an denen er meistens teilnahm. „Leider starb Zaza nach seiner Rückkehr nach Frankreich im Jahre 2003 an Krebs“, sagt Jürgen Neunaber.

In Erinnerung an den geschätzten Gastronom und auch um die weiterhin bestehenden Verbindungen zwischen den ehemaligen Gästen aufrecht zu erhalten, wurden und werden in unregelmäßigen Abständen Dammtor-Kohlfahrten veranstaltet. Jetzt war es wieder soweit-

Etwa 70 Teilnehmer zählte die Kohlfahrt, die von dem bewährten Team Edo Schröder, Jürgen Neunaber, Hartmut Goebel und Jub Mönster organisiert worden war. „Wie schon in den vergangenen Jahren kamen die Gäste nicht nur aus ganz Deutschland“, berichtet Neunaber. Die weiteste Anreise hatte Rainer Wefer, der seit 30 Jahren in Uppsala (Schweden) lebt.

Vom Treffpunkt Cäcilienplatz aus ging es nach einer Zwischenstation im Lokal „Bei Beppo“ in das Vereinsheim des Kleingärtnervereins Stadtfeld. Nach dem zünftigen Grünkohlessen wurde „nicht nur über Gott und die Welt gesprochen, sondern es wurde insbesondere in Erinnerungen gekramt und so manche Anekdote aus alten Zeiten zum Besten gegeben“, so Jürgen Neunaber. Nächste Auflage in zwei Jahren.

Über 200 Jahre Dienst

Auch sie halten Kontakt: Pensionäre des Unfalldienstes (VUD) der Polizei Oldenburg treffen sich seit nunmehr zehn Jahren regelmäßig zu einem gemeinsamen Frühstück. Dann wird ausgiebig über die vergangene Dienstzeit geredet, „aber auch über das jetzige Unfallgeschehen im Stadtgebiet“, sagt einer von ihnen, Erhard Röseler. „Zusammen können die ehemaligen Unfallsachbearbeiter schließlich auf über 200 Jahre Dienst beim VUD und zigtausenden von Verkehrsunfällen zurückblicken.“

So kennen die Pensionäre wohl jede Kreuzung und Einmündung im Stadtgebiet. Röseler: „Immer noch kann man sich an bestimmte Unfälle erinnern, entweder weil sie besonders schwer und tragisch waren oder weil sie manchmal einfach sonderbar waren.“ Auch das ewige Thema, dass sich Autofahrer und Radfahrer oftmals nicht vertragen sei uralt und werde sich auch in Zukunft nicht ändern. Und so wird die Arbeit beim Unfalldienst wohl auch nicht weniger werden, der Gesprächsstoff wird den Pensionären nie ausgehen, denn fast täglich lesen und hören sie von der „Front“ des Unfallgeschehens.

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