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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Knallende Türen und zündende Pointen

31.03.2017

Oldenburg Auf die deutschen Ämter kann man sich eben verlassen: Mit ausreichend Informationen und genügend krimineller Energie lässt sich ganz gut Geld verdienen.

Das stellt jedenfalls Erich Schwarz fest, der bereits vor zwei Jahren seinen Job bei den Stadtwerken verloren hat. Doch statt sich arbeitslos zu melden und schnell eine neue Arbeitsstelle zu suchen, verschweigt er seiner Frau Linda seine Entlassung und „verdient“ sein Geld lieber auf andere Weise. Er kassiert einfach das Arbeitslosengeld seines ehemaligen Untermieters weiter, der vor geraumer Zeit nach Kanada ausgewandert ist. Weil das so gut funktioniert und auch andere Ämter potenzielle Geldgeber sein könnten, erfindet Erich einfach weitere neue Mieter und kassiert in deren Namen kräftig ab. Schließlich wächst Erich die Situation über den Kopf und er versucht aus seinem eigenen Betrugssystem auszusteigen, indem er die erfundenen Personen nach und nach sterben lässt.

An dieser Stelle setzt die Handlung des Theaterstückes „Cash – un egaalweg pladdern de Moneten“ der August-Hinrichs-Bühne ein, das an diesem Sonntag im Kleinen Haus Premiere feiert. Was nun passiert, beschreibt Dramaturgin Sarit Streicher als „unglaublich große Verwechslungskomödie“. Denn anstelle einer erfundenen Person lässt der Protagonist als erstes seinen tatsächlichen aktuellen Untermieter Norbert sterben. Er ruft beim Sozialamt an, um die Bezüge von Norbert zu stoppen. Damit tritt er allerdings eine gewaltige Lawine los...

„Es handelt sich hier um eine typische Boulevardkomödie, in der immer wieder noch eine Tür aufgeht und dann kommt noch ein Problem rein und noch ein Problem“, schildert Streicher das Szenario. Dabei erwarten den Zuschauer „viele Wortwitze, Pointen, knallende Türen und überzogene Figuren. Das Ganze dabei aber sehr witzig, frisch und rhythmisch.“ Dramaturgie und Regie (Alexander Marusch) können so ein Stück durch die Inszenierung nicht komplett neu erfinden, sondern müssen das Stück „bedienen“, damit es funktioniert. Aber natürlich bieten sich kleine eigene Ideen an. So hat man bei der Auswahl der Tapeten des Bühnenbildes gemeinsam mit Bühnenbildnerin Christiane Hercher auf die Farben von Geldscheinen zurückgegriffen.

Das Stück „Cash – un egaalweg pladdern de Moneten“ stammt ursprünglich aus der Feder von Michael Cooney. Eine deutsche Übersetzung wurde bereits Mitte der neunziger Jahre, kurz nach der Uraufführung, angefertigt. Eine Übertragung ins Niederdeutsche erarbeitete Arnold Preuß (Theater am Meer, Wilhelmshaven) ebenfalls recht schnell, so dass das Stück inzwischen auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken kann. Die temporeiche Inszenierung verlange den Schauspielern einiges ab, so Sarit Streicher.

Bernd Poppe spielt den Erich Schwarz, Manuela Simon seine Frau Linda. Als Untermieter Norbert ist Cay-Hendryk Meyer zu sehen. In weiteren Rollen sind Mario Forkel, Dieterfritz Arning und Heinz-Dieter Grein dabei. Regie führt Alexander Marusch und für Bühne und Kostüme zeichnet sich Christiane Hercher verantwortlich.

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