• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Buchvorstellung: Knutschen im alten Polizeibad

20.11.2010

OLDENBURG Erinnern Sie sich noch an das alte Polizeibad, an Wurst-Maxe und die „Wappen von Oldenburg“? Natürlich, und genauso erinnert sich Michael P. Hopp (64) – in seinem neuen Buch „Straßen und Plätze in Oldenburg – Band 4“, das er am Freitag gemeinsam mit dem Isensee-Verlag vorgestellt hat.

Der neue Band der erfolgreichen und beliebten Reihe entführt den Leser in die jüngere Vergangenheit, in das Oldenburg der 50er-, 60er- und 70er-Jahre. Verleger Florian Isensee sagt: „Nach dem dritten Band über Denkmäler und Skulpturen sind wir stärker in das Alltägliche zurückgekehrt, es geht um Vieles, das die Generation des Autors selbst gesehen und erlebt hat.“ Hopp: „Wir bummeln vom Bahnhof so ein bisschen durch die Stadt, durch das gewachsene Oldenburg.“ Das geschehe „ohne erhobenen Zeigefinger“, auch wenn mal durchscheint, dass der Autor nicht jede Neuerung auch für eine Verbesserung hält – etwa beim Abriss des Hotels und Restaurants „Neues Haus“ an der 91er Straße, das Platz machte für das Finanzamt, diesen „massiv aufgetürmten, geschachtelten Betonbau, dem, bei allem Respekt vor seinen Schöpfern, ein stadtbildprägender Schönheitspreis wohl kaum zuzusprechen ist“.

Hopp hat als Schüler auf der Kegelbahn im „Neuen Haus“ sein Taschengeld aufgebessert. Er gehörte zu den „Kegeljungs“, die im Stockdüstern am Ende der Bahn die hölzernen Kegel wieder aufstellten, gerne mal mit kleinen Holzplättchen unterlegt, damit die Kegel leichter fielen und das Trinkgeld der von ihrem Erfolg begeisterten Kegler noch reichlicher floss.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Hopp zeigt ein Bild des vollen Huntebads im Sommer ’58, das Café Hassenbürger an der Raiffeisenstraße, Wienerwald und Königin-Bar in der Wallstraße, er flaniert über den Schlossplatz mit Pekol-Bussen und vollen Autoparkplätzen, lässt den legendären „Wurst-Maxe“ am Ullmann-Haus aufleben, er erinnert an das solide „Haus Niedersachsen“, das wegen seiner Nähe zum Pius bei vielen nur als „Katholischer Bahnhof“ firmierte, die Fischbratküche von Helmut Busma am Stau und die „Wappen von Oldenburg“ im Hafen. „Was haben wir da gefeiert“, sagt Hopp.

Auch das Ziegelhofkino findet sich, die alte AGO-Turnhalle, die Victoria-Kampfbahn und das VfB-Stadion in Donnerschwee, von dort auch ein Schild mit wunderbarer Aufschrift: „An unsere Zuschauer! Die Vorgänge nach dem letzten Spiel dürfen sich nicht wiederholen! Der Schiedsrichter ist unter allen Umständen u n a n t a s t b a r! Auch wenn seine Leistung schlecht ist! Wenn Platzsperre eintritt, sind wir die Dummen! Wir appellieren an alle Vernüftigen!“.

Ein Bild aus dem Jazzclub Alluvium zeigt Klaus Beilstein an den Drums. Hopp: „Der Jazzkeller, das war’n so Zeiten, da konnte man wirklich mit’m Messer die Luft schneiden, wir haben Bier getrunken und es war laut, und die Mädels standen in der Ecke, die Jungs alle mit Parka und langem Haar, und dann mit 50 Pfennig mit Pekol nach Hause.“

Herrliche Ansichten liefert Hopp vom ungemein beliebten Freibad des Polizeisportvereins, direkt vor der heutigen Paulus-Schule. Hopp: „Wir haben in den Ecken geknutscht, weil es in einem anderen Stadtteil lag, das Schwimmen selbst stand nicht so im Mittelpunkt“. Geschwommen wurde an diesem fröhlichen Sommertreff aber definitiv auch, ein Blick ins Buch genügt. Den einen oder anderen erkennt man am Beckenrand sogar prima wieder – den athletischen ehemaligen CDU-Ratsherrn, Polizisten und Schwimmförderer Helmut Knocke etwa.

Karsten Röhr Redakteur / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2110
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.