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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Konsum, Kitsch und Liebeskummer

28.05.2016

Oldenburg Sie lieben einander, aber zusammen finden sie nicht. Kasimir und Karoline wollen ihre Liebe auf dem Rummel feiern. Nur hat Kasimir seine Arbeit verloren. Er kann ihr nichts gönnen. Sie distanziert sich, weil er ihr kleine Freuden verwehrt.

Sie verbringen den Abend getrennt, begegnen sich aber wiederholt. Der Riss in ihrer Beziehung, reißt dabei auf, bis Umstände und Unausgesprochenes das Paar auseinander bringen.

Horváth wirft in dem 1932 uraufgeführten Volksstück einen sozialkritischen Blick auf die Liebe in der Zeit nach der Weltwirtschaftskrise. „Das übergeordnete Thema ist ‘Liebe und Konsum’ und nach wie vor aktuell“, sagt Dramaturgin Sarit Streicher. Die niederdeutsche Fassung nehme es auf und übertrage es ins Jetzt. Dazu arbeitete sie mit Regisseur Ekat Cordes zusammen, der erfahren in der Aktualisierung klassischer Theaterstoffe ist. Zuletzt demonstrierte er das mit seiner Inszenierung von „De ole Daam“.

Die Musik kommt von dem aus Oldenburg stammenden Duo „Testsieger“, das seit zehn Jahren aktiv ist, und im Kleinen Haus live mit auf der Bühne stehen wird. „Etwas in dieser Form haben wir schon länger nicht mehr umgesetzt“, sagt Streicher, spricht von einer „großen Produktion“.

Für ihre Version übertrugen Cordes und Streicher die Handlung in die heutige Situation nach der Finanzkrise. Sie verlegten die Handlung zudem vom Oktoberfest auf den Kramermarkt. Anders als in der Originalfassung verliert Kasimir nicht nur seine Stelle als Chauffeur, sondern als Pilot der aus dem Boulevardfernsehen bekannten Millionärsfamilie Geissen. „Wir überspitzen die Geschichte bewusst“, sagt Streicher. Auch Bühnenausstattung und Requisiten seien übergroß, bunt und poppig gehalten.

Deshalb auch die Zusammenarbeit mit „Testsieger“, die sich selbst als die „lauteste und größte Heimorgel der Welt“ bezeichnen. In der Szene sind sie bekannt für ihre Live-Shows. Für die Inszenierung adaptierten sie Hits der 80er- und 90er-Jahre.

Die SchauspielerInnen interpretieren sie auf Platt, Hochdeutsch und Englisch. Für das semiprofessionelle Ensemble sei das eine Herausforderung gewesen, so Streicher. „Aber Testsieger haben sehr sensibel mit ihnen gearbeitet und es sind richtige Talente zum Vorschein gekommen.“

Für die Bühne und Kostüme dieser Inszenierung am Staatstheater zeichnet Anike Sedello verantwortlich. Zu sehen sind Kristina Trey, Melanie Lampe; Sven Gerstmann, Helge Ihnen, Benno von Minden, Markus Weise und Pascal Oetjegerdes.

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