• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kammerkonzert: Kontrastreich und kraftvoll

01.04.2014

Oldenburg Klar, von Blasmusik hat jeder eine Vorstellung. Allerdings assoziiert nicht jeder nur Positives mit ihr. Sich eines Besseren belehren lassen konnten all jene, die das nun nachgeholte 1. Kammerkonzert im Kleinen Haus besucht haben. Geboten wurde ein Programm für klassisches Bläserquintett, das den Bogen vom Beginn des 19. bis ins 20. Jahrhundert hinein spannte.

Bis zum 18. Jahrhundert war das kammermusikalische Schaffen der Komponisten in diesem Bereich kaum ergiebig. Anton Reichas Kompositionen für Bläserquintett verhalfen dieser Gattung zum Durchbruch. Am Sonntag erklang sein Quintett Nr. 2 Es-Dur op. 88. Keines der fünf Instrumente übernimmt hier die Führung – alle Stimmen sind an der Themenentfaltung beteiligt. Im ersten Satz eröffnet das Fagott das Allegro moderato mit einem von Jens Pfaff spritzig vorgetragenen Thema, das von den anderen Instrumenten im Weiteren kantabel fortgesponnen wird.

Schon hier war das präzise und inspirierte Zusammenspiel der fünf Mitglieder des Oldenburger Staatsorchesters – Andreas Mäder (Flöte), Nicolas Wallach (Oboe), Antonia Lorenz (Klarinette), Jens Pfaff (Fagott) und Joaquim Palet (Horn) – zu bewundern. Brillant war die fein aufeinander abgestimmte Dynamik und Klanggestaltung. Dies machte sich gerade auch in der spätromantisch-lyrischen Serenade von Karl Pilss verdient – ob im heiter bewegten ersten oder dem fröhlichen „Bläsergeplapper“ im dritten Satz.

Von Ferenc Farkas präsentierte das Ensemble Bearbeitungen „Alter Ungarischer Tänze“ aus dem 17. Jahrhundert: höfische, strenge sowie mehr vitale Volkstänze. Die Musiker bewiesen hier neben Wendigkeit ein gehöriges Maß an rhythmischer Disziplin.

Pavel Haas’ Quintett op. 10 ist von tiefer Melancholie geprägt, durch die unterschiedlichen Charaktere der Themen sowie deren teils humorvolle Verarbeitung entstehen jedoch überraschende Kontraste. In der mit „Misterioso e triste“ überschriebenen Preghiera begeisterte vor allem Antonia Lorenz mit ihrer ebenso sensiblen wie kraftvollen Tonentfaltung.

Kein Wunder, wenn nach so einem Konzert die Zahl der Blasmusik-Liebhaber steigt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.