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Aktualisiert vor 3 Minuten.

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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

St. Michael ist freigeräumt für die Handwerker

21.09.2019

Kreyenbrück Das Jesuskind hat seinen Kopf verloren. Ein Loch prangt in dem Bleiglasfenster über dem Eingang der St.-Michael-Kirche – genau da, wo das Gesicht Jesu hätte sein müssen. „Es war weggerutscht, da haben wir das Glasstück sicherheitshalber ganz entfernt“, erklärt Pastor Christoph Sibbel. Aber das ist ja vergleichsweise nur ein Mosaikstein in der Schadensbilanz an dieser katholischen Kirche in Kreyenbrück. Fast 60 Jahre alt ist sie mittlerweile. Baubeginn war 1959. Und nun wird sie saniert.

Nur ein Kopfschütteln

Dass was passieren musste, stand lange fest. Sibbel erzählt davon, wie der Technische Überwachungsverein (TÜV) vor drei Jahren das anliegende Gemeindehaus für ein Seminar genutzt hatte. Als während einer Pause ein Teilnehmer interessehalber mal in den elektrischen Schaltkasten der Kirche guckte, habe er mit dem Kopf geschüttelt und gesagt: „Seien Sie froh, dass ich privat hier bin.“

Seit Juni dieses Jahres ist die Kirche nun geschlossen und leergeräumt. Nur der Altar steht noch. „Zu schwer“ erklärt Sibbel. Das Oldenburger Architekturbüro Michael Ecke hat alle Schäden ermittelt – vom Boden bis unters Dach. Und dann geplant, wie sie zu beheben sind. „Gemeinsam mit dem Denkmalschutz“, betont Sibbel und schmunzelt. „Die Türklinken in der Kirche gefielen dem Herrn von der Denkmalschutzbehörde besonders gut. Sie sind alle noch original. Wie alles hier.“ Küsterin Angela Martin fügt mit einem Augenzwinkern hinzu: „Das ist eben so, wenn man eine arme Kirche in der Diaspora ist. Da bleibt das Alte erhalten.“

Bitte um Spenden

Eine halbe Million Euro wird für die Sanierung veranschlagt, sagt Architektin Tanja Laurin vom Büro Ecke. 65 Prozent finanziert das Offizialat Vechta. Den Rest teilen sich die Pfarrgemeinde St. Josef Bümmerstede (zu der die Kreyenbrücker Kirche gehört) und die Polnische Mission (die ihr Domizil in St. Michael hat). „18 000 Euro an Spenden sind schon aus der Pfarrgemeinde zusammengekommen“, freut sich die Küsterin. Unterstützung gibt es auch vom Jugendförderwerk Vechta. Der Verein hat die Kirchenbänke abgeholt, arbeitet sie auf und bringt sie wieder her. „Zu einem akzeptablen Preis“, erzählt der Pfarrer.

Als „Rundumschlag“, bezeichnet Sibbel die Sanierung, die auch die Kapelle und die Sakristei einbezieht. Aus einem WC im Anbau ist mittlerweile sogar ein kleines Bad entstanden. Sibbel: „Das Fundament der Kirche ist ja in Ordnung. Aber der Boden war gebogen. Zum Teil gab es Hohlräume von 15 Zentimetern.“ Die wurden nun verschlossen. Mit einer Art Hartschaum. „Umweltverträglich“, betont die Architektin.

Der Boden ist nun also solide. Die Deckenaufhängung wurde erneuert, die Elektroleitungen und die Elektrik ebenso. Die Beleuchtung soll auch ausgetauscht werden. Anstatt der alten „Blechdosen“ kommen milchige Glasröhren rein, die besseres Licht bieten und stromsparend sind. „Die Kirche wird auch digital aufgerüstet und bekommt WLAN“, sagt Sibbel.

Zurzeit arbeiten sich die Maler durch den Kirchenraum. Von ihren hohen Gerüsten aus kommen sie auch den bunten Glasfenstern nahe. Aber sogar vom Boden aus sind Schäden in der Bleiverglasung zu erkennen. Sie werden repariert. Wie der Kopf des Jesuskindes.

Die Gottesdienste

Am Samstag, 9. November, wird der erste Gottesdienst nach der Sanierung in der St.-Michael-Kirche gefeiert. 15 Jugendliche empfangen dann das Sakrament der Firmung von Bischof Felix Genn aus Münster.

Bis dahin findet die sonntägliche Eucharistiefeier ab 9.30 Uhr in der St.-Josef-Kirche am Westerholtsweg statt. Mittwochs ab 9 Uhr wird der Gottesdienst im Pfarrheim neben der St.-Michael-Kirche gefeiert.

Susanne Gloger Redakteurin / Redaktion Oldenburg
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