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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Pfl: Kulturzentrum kuriert von Langeweile

08.05.2017

Oldenburg Das Kulturzentrum PFL ist Sitz der Stadtbibliothek. Klar. Auch dass der Rat hier seine Sitzungen abhält, ist bekannt. Vielleicht sind auch die Ehrenamtsbörse und die Anlaufstelle für Senioren geläufig. Aber die zwei Dutzend Einrichtungen und Initiativen, die das ehemalige Krankenhaus einschließlich aller Nebengebäude nutzen, dürften die wenigsten Oldenburger vollständig aufzählen können.

Eine schöne Gelegenheit, die Vielfalt kennenzulernen, hatten die Bürgerinnen und Bürger beim Tag der offenen Tür am Sonntag. Anlässlich der Eröffnung als Kulturzentrum vor 25 Jahren präsentierten die Akteure ein attraktives Programm. Einige hundert Besucherinnen und Besucher schlenderten über das Areal. Das Fest hätte allerdings eine noch größere Resonanz verdient. Offenbar war der Tag der offenen Tür bei der Polizei Konkurrenz, die den einen oder anderen Interessenten vom PFL-Besuch abhielt.

Für die Interessen der Fahrradfahrer warb der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC). Die Mitgliederzahl in Oldenburg sei in den vergangenen fünf Jahren von 700 auf mehr als 1200 gestiegen, berichtete Vorsitzender Heinrich Book. Weitere Aktive, zum Beispiel als Touren-Begleiter, werden aber gerngesehen. Seinen Sitz im Umwelthaus (hinter dem Hauptgebäude) möchte der Verein aufgeben. „Wir suchen eine Fläche, die nicht so versteckt wird, damit wir bei Radcodierungen und anderen Angeboten noch leichter gefunden werden“, kündigt Book an. Mit Spannung wartet der ADFC auf die Veröffentlichung der Ergebnisse einer aktuellen Umfrage zu den Wünschen Oldenburger Radfahrer. Am 19. Mai werden die Resultate präsentiert.

Wer die Geschichte des PFL kennenlernen möchte, kann ein interessantes Hörspiel nutzen. Im Rahmen der sogenannten Hörgänge stellt der Medienkünstler Christian Gude markante Punkte der Stadt vor. Die Hörspiele können über einen QR-Code kostenfrei abgerufen und übers Smartphone abgehört werden – bei einem Spaziergang durch die Sehenswürdigkeit oder einfach auf dem Sofa zuhause. Wer will, kann auch Geräte ausleihen. Derzeit erarbeitet Gude Hörgänge zum Hafen und zum Schlossgarten. Am stärksten nachgefragt würden die Hörspiele zur Katharinenstraße („der Ulrike Meinhof zieht nach wie vor“) und zum Alten Rathaus („wurde im Zweiten Weltkrieg nicht zerstört“), berichtet Gude.

Eine Premiere feierte die Jüdische Gemeinde am Sonntag. Erstmals in der 25-jährigen Geschichte hatte die Synagoge für die Allgemeinheit geöffnet. Vorsitzender Jehuda Wältermann und Vorbeter Ari Eisel führten Besucher durch die Räume.

Neben der Synagoge selbst nahmen die Gäste die Gemeindebücherei und die Räume für gemeinsame Mahlzeiten in Augenschein. Ein größeres Fest für die Öffentlichkeit plant die Jüdische Gemeinde für den 13. August. Dann soll das 25-jährige Bestehen mit allen Interessenten gefeiert werden.

Wer die Gemeinde kennenlernen oder einen Gottesdienst an Freitagen besuchen will (steht Frauen und Männern offen), kann sich im Gemeindebüro, info@juedische-gemeinde.de, melden.

Gleich mehrere neue Nutzer fanden am Sonntag den Weg zur Artothek. Die landesweit größte Sammlung von Kunstwerken zum Ausleihen hat ihren Sitz im Nebengebäude des PFL (über der Kinderbibliothek). 2500 bis 3000 Ausleihen registriert Leiterin Sabine Isensee pro Jahr. „Darunter sind Originale bekannter Künstler wie zum Beispiel von Joseph Beuys“, erzählt Isensee. Die Zahl der Besucher sei über die Jahre leicht gestiegen. „Wir wollen Menschen an Kunst heranführen, sie begeistern – und ermuntern, Kunstwerke in den eigenen Wänden aufzuhängen.“

Organisator John Reimers war am Abend rundum zufrieden. „Es war nicht unser Ziel, Massen anzulocken, sondern eine familiäre Atmosphäre mit viel Unterhaltung und Information zu bieten, und das ist rundum gelungen.“

Christoph Kiefer Chefreporter / Reportage-Redaktion
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