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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Kunst und Theater machen Demenz zum Thema

10.12.2015

Oldenburg Eine positive Bilanz wurde am Dienstagabend während einer Abschlussdiskussion in der Kulturetage zu dem Projekt „Gesichter der Demenz“ gezogen, zu dem im Laufe des Jahres mehr als 1000 Menschen Ausstellungen, Diskussionen, Lesungen und Theater besucht hatten. Entwickelt hatte es die Kulturetage als Kooperations-veranstaltung mit Gruppierungen aus dem medizinisch-pflegerischen Bereich sowie mit Selbsthilfegruppen.

Wie Mediziner Dr. Gerd Pommer und Rita Wick (Klinikum) vom Demenz-Netz übereinstimmend meinten, sei es dadurch gelungen, in der Stadt noch einmal weitere Kräfte zu mobilisieren. „Das Thema Demenz ist in der Gesellschaft angekommen“, sagte Dr. Gerd Pommer. Das betreffe den Bereich der Ehrenamtlichen ebenso wie jene, die sich professionell damit beschäftigen. „Es muss selbstverständlich werden, dass die Erkrankten Teil der alternden Gesellschaft sind.“

Aus Sicht von Projektkoordinatorin Alexandra von der Decken (Kulturetage) erfüllte sich die Hoffnung, dass sich Nachhaltiges für die Menschen der Stadt aus dem Projekt entwickelt. „Vielleicht gibt es einmal auch bei uns eine Fortsetzung“, sagte sie.

Im Zuge der Veranstaltungsreihe waren nicht nur der ehemalige Bremer Bürgermeister Henning Scherf in Oldenburg zu Gast, sondern auch der niederländische Künstler Herman van Hoogdalem, dessen übergroße Porträts von dementiell erkrankten Menschen viele zu Tränen rührten. Wim Heesen (Galerie Staublau) und die Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer hatten ihn für eine Ausstellung in Oldenburg gewinnen können.

Viele Familien seien immer noch von der Situation überfordert, wenn ein Angehöriger die Diagnose bekomme. Das berichteten Brunhilde Becker (Alzheimer Gesellschaft) und Friedlinde Koehler (Demenzhilfe). Renate Lohmann (Hospizdienst) hört oft von den Gewissensnöten der Angehörigen, die auf der letzten Wegstrecke der Dementen, die sich selbst nicht mehr äußern können, alles richtig entscheiden möchten.

Einblick in das Stück „Der alte König in seinem Exil“, das im Januar in der Kulturetage gespielt wird, gaben Rudolf Plent und Norbert Bergeest.

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