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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Mit einem Paukenschlag ins Lesevergnügen

09.11.2015

Oldenburg Mit scheppernden Topfdeckeln, einem ohrenbetäubenden Tusch zu selbst verfassten Gedichten von Oldenburger Schülern, fiel der Startschuss für die Oldenburger Kinderbuchmesse (kurz Kibum) am Sonnabendnachmittag im PFL. Die Messe steht in diesem Jahr unter dem Motto „Kibum klingt“.

Bereits vor der offiziellen Eröffnung sah man vor der aufgebauten Bühne in Bücher vom Drachen Kokosnuss bis zu Grimms Märchen versunkene Kinder, die es sich auf Sitzkissen gemütlich gemacht hatten. Der allmählich steigende Geräuschpegel kurz vor dem Eröffnungsprogramm im proppevollen Saal schien die meisten unbeeindruckt zu lassen.

„Die Kibum ist ein Dauerbrenner“, sagte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann zum Auftakt der 41. Auflage der Messe, die noch bis Dienstag, 17. November, täglich ihre Türen für Klein und Groß öffnet. „Ihr seht, was alles in den Regalen steht und seid gespannt, es zu erkunden“, wandte sich Krogmann an die kleinen Besucher. Rund 2500 Schmöker bietet die Kibum in diesem Jahr – von Sachbüchern über Bilderbücher, Geschichten für Anfänger und schließlich Jugendliteratur für erfahrene Leseratten.

40 Jahre Kibum in Oldenburg: Es rauscht und klingt

Neben der Stadt Oldenburg gehört die Universität zu den Kooperationspartnern der Kibum. Im Namen der „Schule für größere Kinder“ richtete sich Professorin Gunilla Budde, Vizepräsidentin für Studium und Lehre der Universität an die Kinder und erklärte, dass sie zur ersten Kibum selbst noch ein Kind war – und Lesen bis heute eines ihrer liebsten Hobbys.

Das Programm zur Eröffnung gestaltete Unterhaltungskünstler Erwin Grosche gemeinsam mit zwölf Kindern von Oldenburger Grundschulen, die Gedichte aus ihrem Sammelwerk „KlingKlangvolles“ (auch als Ausstellung im PFL-Foyer zu sehen) vortrugen und dazu Geräusche mit klappernden Topfdeckeln, einer Geige, Gitarren und Percussions erzeugten.

Der Gedichtband ist Ergebnis zweier Workshops, an denen sich vergangenes Jahr vier Oldenburger Grundschulen beteiligt hatten. Die jungen Poeten haben es auf Alltagsgegenstände abgesehen, wie etwa den ungeliebten Wecker. „Morgens bin ich noch nicht gut drauf, dafür mein Wecker, der Weck-Erschrecker“, hieß es zum Beispiel. Knallerbsen, entweichende Luft aus einem Ballon und ein lauter Tusch erzeugten die Geräusche für eine Silvesterrakete an anderer Stelle.

Grosche zeigte auf humorvolle Weise, wie sich Sprache nach Belieben formen lässt, und wie musikalisch das Ein- und Ausräumen eines Besteckkastens und das Summen elektrischer Zahnbürsten klingen kann. Mit einem gemeinsamen „Die Kibum ist eröffnet“ fiel der Startschuss für die Messe und die Besucher schwärmten aus.

Auf einer Bank haben sich Heike Stefanoff und ihr Patenkind Marlen niedergelassen. Ein Buch mit dem Titel „Warum ich keine Hausaufgaben gemacht habe“ hat die Aufmerksamkeit der Siebenjährigen auf sich gezogen. „Der Junge denkt sich alles Mögliche aus, um seine Hausaufgaben nicht machen zu müssen“, erklärt sie. „Willst du etwa noch was von ihm lernen?“, fragt Heike Stefanoff amüsiert. „Ich mache sie immer“, sagt Marlen daraufhin bestimmt. Ansonsten liest Marlen spannende Detektivgeschichten, oft mit ihrer Patentante. „Sie bringt immer ein Buch mit, das liest sie und ich helfe ihr an manchen Stellen – das ist dann ein gemeinsames Abenteuer“, erzählt die Nordenhamerin.

Spannend auf andere Weise sind die Bücher von Doris Eisenburger. Sie ist Deutschlands bekannteste und erfolgreichste Musikbilderbuch-Illustratorin. Die Kibum zeigt unter dem Motto „Bildschön und musikalisch“ 58 Originalillustrationen zu 18 Musikbilderbüchern Eisenburgers. Beteiligt an dieser Ausstellung, die in der BBK-Galerie (Peterstraße 1) zu sehen ist und am Sonntag eröffnet wurde, sind auch Kinder der Grundschule Dietrichsfeld, mit denen Doris Eisenburger in einem Workshop gearbeitet hatte.

Von der Klasse 4b zu sehen ist eine Auswahl der schönsten Bilder zu Eisenburgers Musik-Bilderbuch „Die Zauberflöte“. Kinder der Parallelklasse 4a entwickelten außerdem erklärende Texte über die Musik in Eisenburgers 18 musikalischen Bilderbüchern.->


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-stadt 
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