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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

NDR-RIESENFETEN: Maffay und Falco heizten ein

05.01.2010

OLDENBURG „Die Norddeutsche Riesenfete in der Weser-Ems-Halle war für mich stets der Höhepunkt des Jahres“, erinnert sich Lutz Ackermann. Kürzlich ist der NDR 1-Musikchef in den Ruhestand gewechselt. Zuvor war er lange Jahre NDR 2-Musikchef. Mit der NDR-Riesenfete feierte er am 3. Dezember 1984 in der neuen provisorischen Messehalle eine viel beachtete Premiere mit rund 12 000 Besuchern.

Party zwischen Zeltplanen

Auf Initiative des damaligen Hallendirektors Jürgen Schrön ist die Fete in Zusammenarbeit mit NDR 2 und Lutz Ackermann entstanden. Geplant war eine Rock- und Pop-Party, die es in Deutschland in dieser Art zuvor noch nicht gegeben hatte. Dabei gab es jedoch Probleme zu überwinden.

Die Messehalle war noch nicht rechtzeitig fertiggestellt. Zwar gab es das Hallendach, doch bei den Außenwänden musste improvisiert werden. Riesige Zeltplanen der Bundeswehr wurden an den Außenwänden der bestehenden Hallen angebracht. Ebenso fehlte die Unterkellerung. Diese folgte erst in den Folgejahren.

Sonderzüge zur Fete

„Das alles tat der Stimmung aber keinen Abbruch, und aus der eintägig geplanten Fete des ersten Jahres wurde aufgrund der immensen Nachfrage in den Folgejahren eine zweitägige Veranstaltung mit bis zu 24 000 Besuchern“, blickt Lutz Ackermann zurück. Da zahlte sich der Sonderbahnsteig unmittelbar hinter der Weser-Ems-Halle aus. Er war ein Überbleibsel aus den Anfangsjahren der Halle, die damals für Tierauktionen benötigt wurde. Die Sonderzüge fuhren zunächst zum Hauptbahnhof und dann weiter über ein Zubringergleis direkt zur Weser-Ems-Halle.

Dort angekommen erwarteten Top-Stars das Publikum. Darunter waren Herbert Grönemeyer, Peter Maffay, Marius Müller-Westernhagen, Die Prinzen, Achim Reichel, Falco, Smokie, Roxette, Kim Wilde, Toto, Bryan Adams und immer Klaus & Klaus mit dem Oldenburger Klaus Baumgart.

Der Reinerlös der Fete wurde wohltätigen Zwecken zur Verfügung gestellt. „Ich werde nie vergessen, wie Karlheinz Böhm mit Tränen in den Augen einen Scheck über 100 000 Mark für seine Organisation ,Menschen für Menschen‘ entgegennahm“, so Lutz Ackermann.

Ende hatte viele Gründe

Die letzte der legendären Riesenfeten stieg am 3. Dezember 1994. Für das Ende gab es verschiedene Gründe – gestiegene Kosten, Sicherheitsgründe und organisatorische Gründe.

Auch Jan Wartemann, Geschäftsführer der Weser-Ems-Halle, ist der festen Überzeugung, dass Veranstaltungen in der Art der NDR-Riesenfeten heute nicht mehr umsetzbar sind: „Derartiges ist allein schon aus finanziellen Gründen nicht mehr machbar. Allein die für ein solches Event zu verpflichtenden Stars sind bei den heute gängigen Gagenforderungen nicht mehr finanzierbar.“

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