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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

PREMIERE: Mit Mozart auf eine Zeitreise gehen

27.01.2006

OLDENBURG OLDENBURG - Nein, Mozarts Lieblingsoper sei „La Clemenza di Tito“ nicht gewesen, ist sich Anthony Pilavachi sicher. Über „Idomeneo“ (ab 4. Mai zu sehen) hätte sich der berühmte Komponist an seinem Geburtstag, dem 27. Januar, wohl mehr gefreut. Anthony Pilavachi muss es wissen. Allein für das Oldenburgische Staatstheater führt er bei vier Mozart-Opern Regie. Kurioserweise ist „La Clemenza di Tito“ (Die Gnade des Titus) in dieser Zeit Pilavachis „absolute Lieblingsoper“ geworden.

„La Clemenza di Tito“ war ein Auftragswerk zur Krönung des böhmischen Königs Leopold II. Mozart unterbrach dafür sogar seine Arbeit an der „Zauberflöte“, seiner letzten Oper. Wenige Monate vor seinem Tod 1791 in Wien fand die Uraufführung in Prag statt. „Sie war ein absoluter Reinfall“, erinnert Anthony Pilavachi. Statt politischer Härte eines Herrschers „entscheidet sich Mozart fürs Menschliche“. Leidenschaft, Erotik, die Liebe zu einem Mann, all dies enthält die Oper - „die Aristokratie war völlig entsetzt“.

Über 40-mal war die Krönung des römischen Kaisers Titus zum Imperator vertont worden. „Titus war den Leuten damals ein Begriff“, erläutert Pilavachi. „Jeder wusste, dass er ein blutrünstiger Kaiser war.“ Mozart ließ das vorhandene, barocke Libretto überarbeiten und viele Arien neu schreiben. „Er war ein Vorreiter der modernen Art“, schwärmt der gebürtige Zypriot, der den Zuschauern einen „berauschenden Abend“ verspricht.

„Nachdenklich machen“ will Pilavachi die Zuschauer, aber „ohne Provokationen“. Deshalb hat er sich für eine Zeitreise entschieden, die in der pompösen, römischen Zeit beginnt und in der heutigen endet. Tatjana Ivschina hat dazu Bühne und Kostüme entworfen.

Es singen und spielen Rolf Romei, Marcia Parks, Anja Metzger/Irina Wischnizkaja, Katerina Hebelkova, Alexia Basile und Fritz Vitu. Die musikalische Leitung der italienischen Oper mit deutschen Übertiteln hat Alexander Rumpf.

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