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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Mit TV-Stars Flirt-Film improvisiert

11.11.2014

Oldenburg Speed-Dating – ist das nicht etwas für junge Leute? Diese konzentrierte Suche nach einem Partner fürs Leben an einem Restauranttisch mit Wechsel im Sieben-Minuten-Takt. Doch welche Liebe hält schon noch für das ganze Leben? Seit Andreas Dresens „Wolke 9“ ist Seniorenliebe kein Tabu mehr. „Altersglühen“ nennt der aus Oldenburg stammende Regisseur Jan Georg Schütte seine Komödie, die an diesem Mittwoch ab 20.15 Uhr in der ARD gezeigt wird: Flirtige Rentner beim Speed-Dating.

Viele Stars der deutschen TV-Geschichte standen vor einer der 19 Kameras, mit denen das Stück im Herrenhaus Höltigbaum (bei Hamburg) für ein Budget von rund einer Million im Frühjahr gefilmt wurde. Und sie durften improvisieren, kein Drehbuch gängelte sie. Zur Prominenz zählen u.a. Senta Berger (73), Mario Adorf (84), Michael Gwisdek (72), Jörg Gudzuhn (69), Angela Winkler (70) und Matthias Habich (74). Auch Jan Georg Schütte selbst spielt mit, als schwuler Veranstalter.

Der 48-Jährige, zu dessen Vorfahren der Oldenburger Luftschiffpionier Johann Schütte zählt, lebt schon länger mit seiner Familie in Hamburg hinterm Deich, besucht aber immer mal wieder seine Angehörigen und alte Freunde in Oldenburg. Oder stellt hier im Casablanca einen Film vor. 2006 war das etwa sein erster großer Kinofilm „Swinger Club“, den er im heimischen Wohnzimmer gedreht hatte.

Lange am Thalia-Theater

Damals berichtete er, dass sich seine Eltern wohl gewünscht hätten, dass er etwas Ordentliches lernte. Doch ihn hatte es schon immer aus der Stadt Oldenburg hinaus gezogen. Workshops und Schauspielunterricht in Berlin und New York. Viele Jahre war er anschließend am renommierten Hamburger Thalia-Theater als Schauspieler engagiert, wurde aber gern als Bösewicht besetzt. Auch beim Fernsehen wurde der Mann mit den stahlblauen Augen in dieses Rollenfach gepackt, u.a. Tatort, „Der Dicke“ oder „Der Tote im Watt“.

Das war ihm auf Dauer zu langweilig. So kam er auf die Idee, selbst Drehbücher zu schreiben. Das Improvisieren spielte dabei schon von Anfang an eine große Rolle. So lud er etwa für „Swinger Club“ Schauspieler zu sich nach Hause in sein Wohnzimmer ein. Ursprünglich hatte er gedacht, dass danach ein Drehbuch entstehen solle, aber tatsächlich wurde es dann schon der richtige Film.

Hörspiel preisgekrönt

Bei der aktuellen Komödie „Altersglühen – Speed Dating für Senioren“ setzte er von Anfang an auf die Improvisation und auf die Schauspieler, die sich vorher übrigens nicht absprechen durften. Für den Film konnte er allerdings schon auf sein erfolgreiches Hörspiel gleichen Namens zurückgreifen, das 2011 mit dem Hörspielpreis der ARD ausgezeichnet worden war. Anschließend sei ihm auch die Idee zu dem Film gekommen.

Schütte hatte, wie er in einem ARD-Interview verrät, allen Schauspielern strikt verboten, vorher über ihre „FilmVita“ zu sprechen. Improvisiert wurde dann, wenn die Kamera am Tisch lief. Dabei seien dann überraschende Momente entstanden, etwa zwischen Mario Adorf und Hildegard Schmahl. Der 90-minütige Film ist nominiert für den 3-Sat-Zuschauerpreis und läuft am 17. November auf 3-Sat, 20.15 Uhr. Überdies zeigen die dritten Programme WDR und NDR noch Serienfolgen am 13., 18. und 21. November ab 23.15 Uhr.

Sabine Schicke stv. Redaktionsleitung / Redaktion Oldenburg
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