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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Mörderische und legendäre Jagd auf Moby Dick

11.10.2013

Oldenburg „Moby Dick“ ist legendär. Die Jagd von Kapitän Ahab und seiner Mannschaft auf den weißen Pottwal faszinierte nicht nur als Film mit Gregory Peck schon mehrere Generationen.

Ursprünglich ist „Moby Dick“ ein Roman aus der Feder von Herman Melville aus dem Jahr 1851.

Als das Niederdeutsche Schauspiel am Oldenburgischen Staatstheater den Stoff jetzt für sich entdeckte, war die Verwunderung groß, dass es keine Fassung auf Platt gab. Und so durchkreuzte Michael Uhl, leitender Regisseur der Sparte, die 850 Romanseiten und stieß einmal mehr auf einen Schatz.

„Der Roman ist so reich an Motiven, dass man als Regisseur seine ganz individuelle Geschichte darin finden muss“, sagt Uhl, der eigene Erfahrungen auf See, die erdrückende Enge ebenso wie die romantische Weite, mit einfließen lässt.

Sein erster Schritt war das Anheuern einer Mannschaft, die – genau wie im Roman – ein Abbild der Gesellschaft sein sollte. „Wir haben Menschen aus der Stadt Oldenburg gesucht, die eine reichhaltige Biografie mitbringen“, erzählt er und nennt als Beispiel einen Syrer, der erst in allerletzter Minute eine Arbeitserlaubnis erhalten habe.

Fünf Mitglieder der 13-köpfigen Crew von 16 bis 65 Jahren stammen ferner von der August-Hinrichs-Bühne und dem Platt ‘n‘ Studio; Kapitän Hartmut Schoris gehört zum Ensemble.

Auf dem Walfängerschiff verschmelzen sie alle zu einer Mannschaft und jagen Moby Dick nach, der dem Kapitän einst ein Bein abriss. „Ahab ist besessen von seiner Rache. Sie treibt ihn so an, dass er darüber das Wohl seiner Mannschaft vergisst“, sagt der Regisseur und betont: „Der Kapitän scheitert an seiner eigenen Endlichkeit, während der Pottwal als eines der größten Lebewesen der Schöpfung übermächtig erscheint.“ Bekanntlich verschont die Jagd am Ende weder Mensch noch Tier.

Das harte Leben an Bord erzählt Michael Uhl über eine große Körperlichkeit. Wie schon in der Inszenierung von „Krabat“ ließ er typische Bewegungsabläufe mit Hilfe von Choreograf Tomas Bünger einstudieren. Musikalisch (komponiert von Till Rölle) folgt die Abenteuerfahrt den Lauten der Wale und dem Rhythmus des Atmens.

Ein weiteres verbindendes Element der Mannschaft ist die Sprache: Gesnackt wird auf der Pequod nur Platt.

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