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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Morbide Maifeier mit viel Humor

04.06.2014

Oldenburg Lydia Steier, gebürtige Amerikanerin und ausgebildete Sängerin, bringt nach „Saul“ (Fliegerhorst) und „Kátja Kabanová“ erneut ein Stück im Oldenburgischen Staatstheater auf die Bühne. Im Kleinen Haus inszeniert sie Benjamin Brittens komische Oper „Albert Herring“ in englischer Originalsprache mit deutschen Übertiteln.

Robin Davis, Kapellmeister am Staatstheater und gebürtiger Brite, übernimmt die musikalische Leitung. Er wird auf dem Balkon am Klavier zu sehen sein. Die zwölf Instrumentalisten des Staatsorchesters nehmen auf dem ersten Rang Platz, der deshalb für Zuschauer gesperrt sein wird.

Trotz der eher kleinen Besetzung des Orchesters „fühlt es sich wie eine große Oper an“, sagt Regisseurin Lydia Steier schwärmerisch: „Man badet regelrecht im Klang.“ Die Musik, ergänzt durch Dramaturg Lars Gebhardt, sei sehr abwechslungsreich: „Benjamin Britten benutzt viele verschiedene Musikstile, von der barocken Arie über Volks- und Kinderlieder bis hin zu Wagner-Zitaten.“

Optisch folgt die Inszenierung den schwarzweißen Zeichnungen des Illustrators Edward Gorey. „Alles wirkt ein bisschen morbide, sehr britisch und sehr humorvoll – ein bisschen wie ,Dinner for one’“, vergleicht Lydia Steier.

Gespielt wird ausschließlich in „klaustrophobisch wirkenden Innenräumen mit versteckten Türen und fahrenden Wänden“, verrät die Regisseurin, die auf keinen Fall eine putzige Parodie auf die Theaterbühne bringen will. „Sehr lustig ja“, sagt sie, „aber auch bitterböse, sarkastisch und ironisch.“

Mit schwarzem Humor erzählt „Albert Herring“ von einer britischen Gesellschaft, die, um dem Sittenverfall entgegenzuwirken, eine tugendhafte Maikönigin küren will. Da keine passende Jungfrau zu finden ist, fällt die Wahl auf den naiven Albert (Michael Pegher), der ganz unter der Fuchtel seiner Mutter (Annekathrin Kupke) steht. Alberts Freunde Nancy (Mareke Freudenberg) und Sid (Johannes Held) machen sich einen Spaß und füllen den ahnungslosen Albert auf der Maifeier mit Rum ab, woraufhin sich dieser tüchtig vom Kleinstadtmief befreit.

Zu den weiteren Mitwirkenden zählen Kerrie Sheppard/Friederike Hansmeier, Jasmin Etezadzadeh, Monika Reinhard, Paul Brady, Daniel Ohlmann, Benjamin LeClair. Die Partien der drei Kinder singen im Wechsel Saskia Behrens, Rosie Brand, Kaja Bultmann, Konstantin Kößling, Theodor Frank und Konrad Fröhlich.


Alle Theaterkritiken unter   www.nwzonline.de/theater 
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