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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Premiere: Mozarts Zauber geht nicht flöten

25.06.2015

Oldenburg Regisseur Rudolf Frey stammt aus Salzburg und lebt in Wien. Näher kann man Wolfgang Amadeus Mozart, 1756 in Salzburg geboren und 1791 in Wien gestorben, räumlich kaum sein. Oder?

„Mozarts Musik ist eine emotionale Brücke in meine Heimat“, vergleicht der 31-Jährige gerne. Umso mehr freut es den jungen Mann, dass er mit „Le nozze di Figaro“ (Die Hochzeit des Figaro) seinen „zweiten Mozart“ nach der „Zauberflöte“ in Szene setzen wird.

Wenn die berühmte Oper am Sonnabend im Großen Haus Premiere feiert (die NWZ berichtete), dann sollen die Zuschauer „den Geist von Mozart spüren“, wünscht sich Rudolf Frey.

Aus diesem Grund sollen sich die Verstrickungen und Liebeswirren, die sich ursprünglich um 1780 im Schloss des Grafen Almaviva zutragen, zeitlich etwas näher abspielen. Nicht im Hier und Jetzt, aber immerhin kurz vor und zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Zu jener Zeit habe es noch verschiedene Stände gegeben, begründet Rudolf Frey: „Adel und Dienstboten hatten eine starke Bedeutung, waren aber bereits im Wandel“. Visualisieren will er das Grafenpaar Almaviva auf der einen und die Dienerschaft (um den Kammerdiener Figaro und seine versprochene Braut Susanna) auf der anderen Seite über die verschiedenen Räumlichkeiten innerhalb eines Hauses, die ihnen zugewiesen waren. Madeleine Boyd hat dazu eine Drehbühne entworfen, die den Zuschauer mitnehmen soll auf eine Reise durch Winkel und Gänge. Dramaturgin Steffi Turre sagt, die Bühne sei ein „Korsett für alle Figuren, das sich aufzulösen beginnt. Unsere Wände haben Augen und Ohren.“

Zeitlich hat der Regisseur Mozarts Meisterwerk ein wenig gekürzt, so dass die Oper in gut drei Stunden über die Bühne des Großen Hauses gehen wird. Besonders glücklich ist Rudolf Frey darüber, dass Generalmusikdirektor Roger Epple im Staatsorchester historische Instrumente einsetzt wie ein Hammerklavier, Naturhörner und Trompeten, die das Klangbild dieser unsterblichen Musik noch schöner machen sollen. Thomas Bönisch dirigiert den Opernchor. Zuletzt war „Die Hochzeit des Figaro“ am Staatstheater übrigens 2006 in deutscher Sprache aufgeführt worden. Dem damaligen Regisseur Anthony Pilavachi erschien die italienische Originalsprache zu schnell und zu ermüdend. Ab Sonnabend werden die Sänger „Le nozze di Figaro“ in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln singen.

Die Solisten sind: Daniel Moon, Valda Wilson, Yulia Sokolik, Tomasz Wija, Alexandra Scherrmann, Peter Kellner, Melanie Lang, Mykola Pavlenko, Henry Kiichli, Sung Eui Park, Friederike Hansmeier und Sharon Starkmann.

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