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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

RELIGION: Multi-Kulti ohne Heimvorteil

21.06.2006

OSTERNBURG Kammerschauspieler Horst Mehring las aus „Nathan der Weise“. Anschließend genossen 170 Gäste jüdisches Essen und türkischen Tee.

Von Simone Wiegand OSTERNBURG - „So gefällt mir Multi-Kulti", resümierte Erich Gerspacher am Ende eines gelungenen Festes, das Christen, Juden und Muslime erstmals gemeinsam ausrichteten. Neben dem Ehepaar Gerspacher verfolgten etwa 170 Gäste im Garten des Mehrgenerationenhauses „Sieben Eichen“ die Lesung von Kammerschauspieler Horst Mehring. Anschließend lauschten sie orientalischen Klängen, tranken türkischen Tee und genossen jüdisches Essen.

„Dieses Fest soll kein Einzelfall bleiben“, freute sich Pastor Jens Teuber aus Kreyenbrück über das Zusammentreffen der verschiedenen Glaubensrichtungen: „Das wollen wir nächstes Jahr wieder machen.“

Neutral sollte der Boden sein, auf dem sich die Vertreter der drei großen Religionen treffen wollten. „Sonst hat immer einer Heimvorteil", meinte Tuncay Dincer augenzwinkernd. Und so hatte der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Oldenburg (DITIB) einige Musiker und jede Menge Cay (Tee) mit ins Zirkuszelt gebracht, in dem die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Osternburg – wie berichtet – eine Woche lang Veranstaltungen anbietet. Die Jüdische Gemeinde steuerte ein leckeres Bufett mit Kichererbsenbrei und Rote-Beete-Salat bei, das die Mitglieder zuvor in der Synagoge zubereitet hatten.

Den kulturellen Hauptteil des Festes übernahm Kammerschauspieler Horst Mehring. Vor vielen Jahren hatte er den Juden Nathan in Lessings Drama am Oldenburgischen Staatstheater selbst gespielt.

Im Zelt schlüpfte Mehring während seiner Lesung auch in andere Rollen. Und so fragte er etwa als Sultan Saladin den Juden Nathan, welche Religion die wahre sei. Dieser antwortet bekanntlich mit der Ringparabel, wonach drei Ringe einander so gleichen, dass sie nicht voneinander zu unterscheiden sind.

„Eine beglückende Sache“ nannte der Schauspieler das Zusammentreffen der ver-schiedenen Religionen, das Teil der bundesweiten Aktion „Weißt du, wer ich bin“ ist. Sie wird getragen von den christlichen Kirchen, den Zentralräte von Juden und Muslimen sowie der DITIB. Das Ziel der Träger, ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Religionen zu erreichen, ist zumindest in Oldenburg auf dem besten Wege.

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