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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Musik stark wie ein Donnerhall

07.04.2017

Oldenburg Es war ein lauer Juli-Abend im Jahr 2014, als Oldenburg von einem Donnerwetter heimgesucht wurde. Das Getöse ließ um die Standhaftigkeit der Gebäude fürchten – zugleich klang es offensichtlich wunderschön. Der Donner entstammte der phonstarken Musik von Crimson Projekt, und die wiederum begeisterte die über 4000 Zuschauer dieses Kultursommer-Konzerts.

Crimson Projekt war die Kooperation zweier eigenständiger Progressive-Rock-Gruppen – und eine von ihnen kehrt nun, knapp drei Jahre nach dem denkwürdigen Auftritt am Schloss, nach Oldenburg zurück: Das Adrian Belew Power Trio gibt am Dienstag, 25. April, ab 20 Uhr in der Kulturetage sein einziges Deutschland-Konzert in diesem Jahr.

Im Mittelpunkt des Geschehens – der Bandname verrät’s – steht der Gitarrist und Sänger Adrian Belew. Der 67-Jährige, der sein Instrument auf ebenso geniale wie ungewöhnliche Art beherrscht, ist im Grunde ein Anti-Star mit großem Weltruhm.

Er war stilbildend als Mitglied der Gruppen um David Bowie und Frank Zappa, ehe er ab 1981 eine Solokarriere startete, die er lange Zeit verknüpfte mit einer weiteren musikalischen Ehe: Adrian Belew und King Crimson, die Verbindung galt bis 2013 als eine der fruchtbarsten im Bereich der progressiven Rockmusik.

Belew, Komponist von großartigen, in ihrer Tonsetzung unverwechselbaren Liedern wie „Heartbeat“ oder „Oh Daddy“, bewies spätestens als Mitglied von King Crimson eine große Innovationsfreude, als er die Sound-Möglichkeiten der Gitarre durch den Einsatz elektronischer Geräte vervielfältigte.

Ein Stilmerkmal, das Belew seit zehn Jahren in seinem eigenen Power Trio weiterentwickelt. Gemeinsam mit den virtuosen Nebenleuten Julie Slick (Bass) und Tobias Ralph (Schlagzeug) hat der US-Amerikaner zu einer sehr persönlichen Variante des Progressive Rock gefunden, in dem aber auch seine Vergangenheit – vor allem die mit King Crimson – Platz findet.

Man kann davon ausgehen, dass das Konzert am 25. April in der Kulturetage nicht ganz so laut wird, wie jenes vor drei Jahren auf dem Schlossplatz. Ungewöhnliche Klänge, mal hart rockend und mal lyrisch-sanft, sind dennoch zu erwarten. Außerdem: Bei Adrian Belew muss man immer auf musikalische Überraschungen gefasst sein.

Klaus Fricke

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