• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Bilanz: Mutige Filmschaffende sorgen für volle Kinos

21.09.2015

Oldenburg Nina Fog, Samuel Schwarz und Julian Grünthal waren erstmals in Oldenburg, doch die Stadt ist der Schauspielerin und ihren beiden Regisseuren sofort sympathisch geworden. Das Internationale Filmfest macht’s möglich: „Die Resonanz auf unseren Film war toll, die Menschen hier sind offen für intelligente Unterhaltung“, freuten sich die Repräsentanten der beklemmenden Gesellschaftsvision „Polder – Tokyo Heidi“. Und weil Festivaldirektor Torsten Neumann am Abschluss-Sonntag ebenfalls sehr zufrieden war mit den fünf Tagen, kann die 22. Ausgabe unter der Rubrik „großer Erfolg“ abgebucht werden.

Das Werk des Schweizer Regisseurs Schwarz war einer der herausragenden Beiträge zum Festival, obwohl es zugleich eines der schwierigsten war. Sein Produzent (und gebürtiger Oldenburger) Marcus Machura hatte sich vorher noch gesorgt, ob „Polder“ überhaupt das Interesse der Zuschauer erregen würde. Doch die ließen auch diesen Film nicht im Stich. Die Geschichte um ein Computerspiel, das von Geist und Seele aller Spielenden Besitz ergreifen könnte, mag in ihrer Struktur sperrig sein. Einem aufgeschlossenen Publikum aber erschließen sich die Sprünge von einer „simulierten Bewusstseinseinheit“ (Schwarz) zur nächsten schnell. Diese Offenheit fanden die Filmemacher in Oldenburg vor, was darum auch Nina Fog gefiel, deren Figur „fast real, aber eben doch nur Teil des Systems ist“, wie sie sagte.

Eindrücke, wie sie Fog, Grünthal und Schwarz gesammelt haben, bestätigen Torsten Neumann in seinem Einsatz für den Erhalt und Ausbau des Filmfestes. Dass die Besucher vom durchaus schwierigen Auftaktfilm „Jack“ den inhaltlichen Weg eines unabhängigen, intelligenten und zugleich unterhaltenden Programms mitgingen, tat ein Übriges dazu: Ein Plus von zehn Prozent verkaufter Karten (über 15 000 Zuschauer sowie eine, so Neumann, „grandiose Auslastung der Kinos“) gegenüber dem Vorjahr lassen aufhorchen.

Sogar der erneute Verzicht auf die Vergabe des wichtigen Jurypreises für den besten unabhängigen deutschen Film tat dem internationalen Ansehen des Festivals keinen Abbruch. Über 70 internationale Akteure aus der Kinobranche standen auf der Gästeliste, Schauspieler wie Joanna Cassidy, Nadeshda Brennicke oder Whitney Able kamen ebenso gern wie die Regie-Asse Philippe Mora, Thomas Stiller oder George Armitage. Und selbst wenn in einer Vorstellung mal ein Beamer streikte, war dies für Neumann nur „Ansporn, es nächstes Mal besser zu machen“. Das 23. Filmfest Oldenburg kann kommen!

Klaus Fricke
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.