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NWZonline.de Region Stadt Oldenburg Kultur

Mythos Marilyn: Spur führt in die Region

13.11.2015

Oldenburg Blondes Haar, verführerischer Augenaufschlag, ihre roten Lippen hauchen „I Wanna Be Loved by You“: Marilyn Monroe. Sie war einer der populärsten Filmstars aller Zeiten und wurde als Sex-Symbol Ikone für ein ganzes Zeitalter. Sie zieht noch heute, 53 Jahre nach ihrem Tod, Menschen in den Bann – auch die Oldenburgerin Kristina Beyer ist fasziniert von „MM“, die 2016 ihren 90. Geburtstag gefeiert hätte. „Sie ist eine millionenschwere Marke, eine Kunstfigur Hollywoods – so wie Superman oder Mickey Mouse“, sagt „Kiki“ Beyer (50).

Die Sängerin hat eine Theaterrevue entwickelt, die den Menschen Marilyn in den Mittelpunkt stellt. Beyer widerstand dabei der Versuchung, sich eine platinblonde Perücke überzustülpen und als Double in die Rolle der Diva zu schlüpfen. Um Einblick in das Seelenleben der Hollywood-Legende zu geben, hat sie stattdessen eine fiktive Familiengeschichte erfunden, die bis in unsere Region führt.

Auswanderer-Story

Um der „wahren Geschichte“ der Monroe auf den Grund zu gehen, hat Kiki Beyer eine Menge recherchiert, den Stammbaum des 1926 in Los Angeles als Norma Jeane Mortensen, später Baker, geborenen Stars erforscht und daraus eine Auswanderer-Story gemacht. Die Linie mütterlicherseits reißt bei der Ur-Ur-Ur-Großmutter ab. Die Spur führt nach Missouri – bis zum Jahr 1900 das „Tor zum Westen“ für 23 000 ausgewanderte Ostfriesen. „Die Eltern der Marx-Brothers stammen aus Dornum. Warum nicht auch die Familie der Monroe?“, hat sich Beyer überlegt. So hat sie die Mutter der Ur-Ur-Ur-Oma erfunden, die sich 1854 mit dem Schiff auf nach Übersee machen will. Nicht von ungefähr ist ein großer Koffer ein zentrales Element auf der Bühne, auf der sich neben der New Yorker Freiheitsstatue auch der Pilsumer Leuchtturm wiederfindet.

Im zweiten Handlungsstrang versucht Kiki Beyer, Marilyn Monroe „ganz nahe zu kommen“. Und zwar über die Musik. Die Blondine hat eine Reihe von bemerkenswerten Aufnahmen hinterlassen, die sie in all ihrer Verletzlichkeit zeigen: Songs wie „My Heart Belongs to Daddy“ scheinen dabei Spiegel ihres Lebens zu sein und bilden das musikalische Gerüst der Revue. „Als Sängerin“, findet Kiki Beyer, „wurde Marilyn Monroe verkannt.“ Die Monroe sei Jazz-Liebhaberin und Fan der Entertainer-Combo „Rat Pack“ um Frank Sinatra und von Ella Fitzgerald gewesen. Der schwarzen Jazz-Sängerin, die unter der Rassentrennung litt, habe sie Auftrittsmöglichkeiten verschafft, erzählt Beyer. Auch auf diese Seite des Hollywood-Stars macht die Revue aufmerksam.

Als musikalischen Leiter und Arrangeur für „Mensch Marilyn“ hat sie den Pianisten und Saxofonisten David Zernack gewonnen. Zusammen mit Falko Burkert (Kontrabass), Bastian Kahrs (Klavier) und Mathias Büsseler (Schlagzeug) bildet er „The „Sweet Syncopators“, die nicht nur den Swing-Sound der 50er und 60er Jahre in ein frisches Gewand tauchen, sondern direkt als Akteure in die Handlung einbezogen werden. Der Bandname stammt aus Monroes Filmklassiker „Manche mögen’s heiß“. Weil es auch um Marilyns große Liebe, den Baseballstar Joe DiMaggio geht, tragen die Musiker Baseball-Caps auf dem Kopf.

Tournee geplant

Ab März nächsten Jahres will die 50-jährige Oldenburgerin die Revue auf die Bühne bringen: „Dann sind wir spielbereit.“ Zwei Jahre möchte sie mit dem Stück auf Tournee gehen – schließlich bietet sich 2017, in dem sich der 55. Todestag von Norma Jeane Baker jährt, für eine Fortsetzung an. Einige Termine stehen bereits fest – bislang alle außerhalb von Oldenburg. Dabei würde Beyer, die vis-a-vis vom Staatstheater wohnt, die Premiere nur zu gerne in ihrer Heimatstadt feiern. Doch dafür braucht es noch Sponsoren und Förderer. Die können sich an diesem Sonntag, 15. November, ab 17 Uhr in einer Produktionsvorschau im „Blauen Haus“ am Theaterwall 24a einen Eindruck von dem Projekt verschaffen. Und sie werden als Erste erfahren, woher die Frau auf der Bühne so viele private Dinge der Norma Jeane Baker weiß.

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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